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oe24-Reporter Christian Tomsits berichtet vom Zusperren des Lokals in Wien.

11. Oktober 2019 / 11:22 Uhr

Erster Wirt sperrt wegen Rauchverbot zu: „Können uns Strafen nicht leisten“

Das Nacht-Pub „Raymonds“ in der Wiener Stumpergasse 2a wird Ende Oktober für immer schließen. Grund ist das generelle Rauchverbot, das mit 1. November in Kraft tritt und im Parlament gegen die Stimmen der Freiheitlichen beschlossen wurde.

Für nächtliche Ruhestörung verantwortlich

Das „Raymonds“ im 6. Wiener Gemeindebezirk ist vor allem Nachtschwärmern bekannt. Es öffnet von 17 bis 2 Uhr Früh und hat nur eine Raumgröße von 50 Quadratmetern. Nach derzeit geltendem Gesetz ist daher kein Nichtraucherbereich vorgesehen.

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Das ändert sich am 1. November. Ab dann darf überhaupt nicht mehr geraucht werden – und daher hat sich der Lokalbesitzer zum Zusperren entschlossen. Vor allem, weil er nicht die Verantwortung der Anrainerbelästigung übernehmen möchte, wenn die Kunden dann im Freien rauchen. Kommt es nämlich zur nächtlichen Ruhestörung und zu Polizeieinsätzen, wird der Wirt zur Kassa gebeten. Auf einem Aushang des Pubs ist zu lesen:

Liebe Gäste,
das Lokal wird ab 1. November geschlossen. Solange bis die Regierung eine für uns Wirte der Nachtgastronomie und den damit verbundenen Anrainerschutz akzeptable Lösung gefunden hat. Die künftigen Strafen können wir uns nicht leisten. Wir danken euch für euer Verständnis und für eure Treue.

Strafen bis zu 10.000 Euro

Die Wiener SPÖ-Stadträtin Ulli Sima hat unterdessen strenge Kontrollen und harte Strafen für Wirte angekündigt, die sich nicht an das Rauchverbot halten. Beim ersten Vergehen sollen sie 800 Euro bezahlen, beim zweiten 1.200 Euro und beim dritten Einschreiten der „Ordnungswächter“ kann eine Strafe bis zu 10.000 Euro verhängt werden.

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