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Immer mehr Österreicher zieht es auf den Schießstand. Sie vertrauen einer Waffe mehr als dem Schutz durch den Staat.

15. Februar 2016 / 12:33 Uhr

Vertrauen in Glock größer als in Staat: Anträge in Wien auf Waffenbesitz verzwanzigfacht

Österreich hat bereits 266.095 Waffenbesitzer. Und der Boom hält weiter an – dazu gibt es beeindruckende Zahlen in der Tageszeitung Die Presse: Demnach wurden im Bezirk Krems im Vorjahr fast doppelt so viele Besitzkarten ausgestellt wie noch 2014, im Bezirk Urfahr-Umgebung (Oberösterreich) hat sich die Zahl verdreifacht, in Wien binnen zwei Monaten mehr als verzwanzigfacht. Das Vertrauen in den Staat, der die Bürger beschützen soll, ist so gering wie schon lange nicht mehr. Also vertrauen immer mehr auf den Selbstschutz und kaufen sich eine Waffe.

Angst vor Flüchtlingen

Auslöser für den Boom ist die nach Exzessen wie in Köln wachsende Angst vor den vielen Illegalen Zuwanderern. Die Waffenhändler dürfen sich also über die Willkommenspolitik der Bundesregierung freuen – Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) könnten demnach auch als Waffenhändler gesehen werden. Denn erst seit die beiden Parteichefs die unkontrollierte Zuwanderung zugelassen haben, blüht das Waffengeschäft. In der Presse sagt Alexander Skoff vom Wiener Waffengeschäft Joh. Springer´s Erben, wer die Waffenkäufer sind:

Es sind Menschen aus allen Bildungsschichten und aus verschiedenen Milieus, die zu uns kommen. Da gibt es keine Muster.

Dass die Österreicher derart aufrüsten überrascht insofern, als hier stets der Grundsatz galt, dass weniger Waffen mehr Sicherheit bringen. Das Gewaltmonopol des Staates hat aber derart an Vertrauen verloren, dass auch hierzulande schon das abgewandelte Staatsmotto der USA gilt – "In Glock we trust", statt "In God we trust".

Unzensuriert-TV hat ausführlich über Pläne der EU berichtet, den Waffenbesitz weiter einzuschränken. Auch diese sind ein möglicher Antrieb für viele Bürger, sich noch rechtzeitig zu bewaffnen:

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