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Selbst die Azteken wurden im 16. Jahrhundert schon von den Masern geplagt

5. Feber 2017 / 18:57 Uhr

Masern-Alarm: Heuer schon mehr Fälle als im gesamten Jahr 2016 – Impfung empfohlen

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) hat Masern-Alarm geschlagen. Sie ruft die Österreicher dazu auf, dringend eine Schutzimpfung in Anspruch zu nehmen. Grund dafür ist eine statistische Auswertung des Meldesystems für ansteckende Krankheiten im Gesundheitsministerium. Allein im Jänner 2017 gab es genau so viele Masernfälle wie im gesamten vergangenen Jahr 2016, so Oberhauser in einer Presseaussendung:

Aktuell wird in Österreich eine Ausweitung des Maserngeschehens beobachtet. Laut nationalem Meldesystem wurden seit Jahresbeginn in sieben Bundesländern insgesamt 32 Masernfälle gezählt – das sind mehr als im gesamten Jahr 2016. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser ruft daher alle nicht-geimpften Personen dringend dazu auf, den Empfehlungen des österreichischen Impfplans nachzukommen und sich frühestmöglich gegen Masern-Mumps-Röteln impfen zu lassen.

Alarmstufe Rot bei Gesundheitsbehörden

Bei den österreichischen Gesundheitsbehörden herrscht Alarmstufe Rot. Sie befürchten gemeinsam mit der zuständigen Ministerin eine Ausweitung der Krankheit und stellen sich mit einem Maßnahmenplan darauf ein:

Um eine weitere Ausweitung des Masern-Virus möglichst hintanzuhalten, haben Experten des Bundesministeriums für Gesundheit und Frauen, der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) sowie der Landessanitätsdirektionen am Freitagnachmittag notwendige Sofortmaßnahmen vereinbart, unter anderem die Einrichtung eines Bereitschaftsdienstes der Landessanitätsdirektionen und entsprechende behördliche Kontroll- und Präventionsmaßnahmen gemäß der Standardverfahrensanleitung des Ministeriums. Auch die Ärzteschaft wird über die aktuellen Entwicklungen informiert und auf besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich Masern hingewiesen. 

Hohe Ansteckungsgefahr durch Einwanderer

Ob das plötzliche Auftreten einer so hohen Anzahl an Masernfällen mit der unkontrollierten Einwanderung nach Österreich zusammenhängt, ist vorerst nicht bekannt. In Deutschland kam es, ausgehend vom Ansteckungspotential durch Immigranten, in den vergangenen Jahren immer wieder zu Masern-Ausbrüchen in größerer Anzahl. So ging 2015 eine Masern-Epidemie in Berlin von Asylanten aus

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