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Enthauptungen sind in Saudi-Arabien gang und gäbe (Hier historische Hinrichtung in der Französischen Revolution: Ludwig XVI.)

23. Juli 2016 / 16:04 Uhr

2016 bereits über hundert Hinrichtungen in Saudi-Arabien

Seit Anfang des Jahres 2016 sind in Saudi-Arabien mehr als hundert zum Tod verurteilte Personen hingerichtet worden. Wie das Innenministerium in der Hauptstadt Riad mitteilte, waren es, mit der am Freitag dem 22. Juli vollstreckten, mittlerweile 101 Hinrichtungen.

Häufigste Hinrichtungsmethode Enthauptung

In Saudi-Arabien ist die häufigste Hinrichtungsmethode die Enthauptung durch das Schwert. Die Todesstrafe kann dort für Vergewaltigung, Ehebruch, Mord, bewaffneten Raub oder Drogenhandel ausgesprochen werden. Allerdings ebenso für Apostasie!

Todesstrafe auch für „Abfall vom Islam“

Als Apostasie (im Islam Ridda oder Irtidad genannt) bezeichnet man den Abfall vom rechten Glauben, also den bewussten Austritt aus der mohammedanischen Religionsgemeinschaft.  

Auf Grundlage der Hadithe (Überlieferungen der Aussprüche und Handlungen des Propheten Mohammed) ist so eine Handlung islamrechtlich mit der Todesstrafe zu ahnden.

Die Hinrichtungen finden vor Publikum oft an einem Freitag nach dem Freitagsgebet statt. Die Delinquenten tragen dabei ein weißes Gewand, die Augen sind verbunden, die Hände auf dem Rücken gefesselt und der Kopf wird Richtung Mekka ausgerichtet. Der Henker schwingt das Schwert frei und schlägt mit einem Streich den Kopf ab. (Augenzeugen haben allerdings auch schon von mehreren Fehlversuchen berichtet.)

Kritik von Amnesty

Bereits Ende Mai beklagte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International einen drastischen Anstieg der Todesurteile in der ultra-islamischen Golfmonarchie. Amnesty-Regionaldirektor James Lynch dazu: „Die Exekutionen sind in Saudi-Arabien in den vergangenen zwei Jahren dramatisch gestiegen, und es gibt keine Anzeichen für eine Verlangsamung“

Ebenso stellt Amnesty fest, dass es an der Tagesordnung ist, dass die Gerichtsprozesse, die zu Todesurteilen führen, extrem unfair seien.

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