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Libysche Milizionäre setzen ihre Waffen jetzt im Küstenschutz gegen illegale Migranten nach Europa ein.

3. September 2017 / 12:11 Uhr

„Brigade 48“: Geld soll über Italien an libyschen Küstenschutz gezahlt werden

Seit mehreren Wochen haben ehemalige Schlepper an der libyschen Küste offensichtlich ihr Geschäftsmodell geändert: Sie schleusen nicht mehr für Geld, sondern lassen sich für das Gegenteil, d.h. den Küstenschutz gegen Schlepper und Migranten nach Europa, bezahlen. Zentrale Einheit dabei ist die sogenannte „Brigade 48“, die ihren Sold über Mittelsmänner aus Italien überwiesen bekommt. 

Aktuell verfügt die Miliz über rund 400 bis 500 schwer bewaffnete Kämpfer, die den Küstenstreifen rund um die Stadt Sabratha bis hinauf zur tunesischen Küste unter Kontrolle haben. In der Vergangenheit war Sabratha Zentrum der Schleuser in Richtung Mittelmeer und dann auf das italienische Festland.

„Brigade 48“ als Kooperationspartner des Islamischen Staats

Die „Brigade 48“ war bzw. ist noch immer militärischer Kooperationspartner zu lokalen Einheiten des Islamischen Staats (IS). Neben der „Brigade 48“, soll noch eine zweite libysche Miliz nun ihren Dienst als Küstenschutzwache an den Strandabschnitten aufgenommen haben. Und in diesem Zusammenhang führt die Spur hin zu einer Art Familienunternehmen in Sachen Schlepperei und Küstenschutz.

Während die „Brigade 48“ von Ahmad Dabaschi angeführt wird, steht die zweite Einheit unter dem Oberbefehl seines Bruders Anas Dabaschi. In der Vergangenheit sollen beide selbsternannte Schlepper-Könige Libyens gewesen sein. 

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