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Der Islamische Staat ist in Libyen als Geiselnehmer und Mordbrigade immer noch hoch aktiv.

16. Dezember 2018 / 12:30 Uhr

Libyen: IS-Miliz bringt sechs Geiseln brutal um

Der Islamische Staat (IS) geht in Libyen weiterhin seinem tödlichen Handwerk nach. Aktuell hat er sechs Geiseln brutal ermordet. Bei den Opfern des IS handelt es sich um Anhänger des libyschen Generals Chalifa Haftar. Weitere Geiseln sollen noch in der Gewalt des IS sein.

Haftars Nationale Libysche Armee (NLA) bekämpft die IS-Dschihadisten seit Jahren. Hauptoperationsgebiet ist der Osten des Landes an den Grenzen zu Ägypten. Nachdem der IS vor Jahren große Teile des Landes kontrolliert hatte, ist er weitgehend zurückgedrängt und in seinem Operationsgebiet auf einige Landstriche beschränkt worden. Trotzdem schlägt er durch von langer Hand geplante und brutal ausgeführte Kommandoaktionen gegen seine Gegner immer wieder zu. Die libysche Regierung ist zu schwach und daher auf die Unterstützung rivalisierender Milizen angewiesen, um gegen den IS vorzugehen.

IS ist Schleuser und Schlepper in Libyen

Der IS betätigt sich zudem weiterhin als Schleuser und Schlepper in Libyen. Über die Sahara werden Zehntausende von illegalen Migranten aus Schwarzafrika ans Mittelmeer geführt, um sie dann weiter nach Europa zu bringen. In den Reihen dieser sogenannten „Flüchtlinge“ befinden sich immer wieder fanatische islamistische „Schläfer“, die nach Monaten und Jahren in ihren Zielländern in Europa rücksichtslos zuschlagen.

Lediglich der Versuch, in Libyen vor Ort durch verbündete Milizen den Migrantenstrom noch vor dem Mittelmeerzugang zu stoppen, hat in den letzten Jahren einigen Erfolg gezeitigt. Eine der erfolgreichsten Milizen war in diesem Zusammenhang die aus Italien gesteuerte „Brigade 48“.

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