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Die Technik war bei “Ibiza-Gate” auf dem letzten Stand, die Methoden aus dem DDR-Stasi-Handbuch aus den 70er Jahren.

30. Mai 2019 / 16:37 Uhr

“Ibiza-Gate”: Strategie stammt aus dem Handbuch der DDR-Stasi

Analysiert man den Fall “Ibiza-Gate” und liest man auf der Internetplattform “Demokratie statt Diktatur” nach, dann gibt es keinen Zweifel mehr über die dabei angewandten Methoden. Sie stammen zweifelsfrei aus der jahrzehntelang angewandten Giftküche des DDR-Staatssicherheitsdienstes. Dort liest man unter anderem unter dem Titel “Die Strategie der Zersetzung”:

Eine vor allem in den 1970er und 1980er Jahren systematisch angewandte Methode der Missachtung der Menschenwürde ist die “politisch-operative Zersetzung” von Menschen oder Gruppen von Menschen. Gemeint ist damit die komplette Verunsicherung einer Person, die Zerstörung ihrer Persönlichkeit bis hin zur Auslösung von Traumata. Im Einzelfall nahm das MfS dabei sogar ihren Tod billigend in Kauf. Laut Wörterbuch der Staatssicherheit sollte dadurch Einfluss auf die “Einstellungen und Überzeugungen” einer Person genommen werden, “[…] daß diese erschüttert oder allmählich verändert werden”. Ziel sei “[…] die Zersplitterung, Lähmung, Desorganisierung und Isolierung feindlich-negativer Kräfte.

“Zermürbung und Erniedrigung” nach DDR-Folter-Handbuch

Und unter dem Titel “Zermürbung und Erniedrigung” liest man folgenden Text:

Im Vorfeld einer geplanten “Zersetzung” suchte die Stasi nach Schwachpunkten eines Menschen, um genau dort Maßnahmen anzusetzen. Diese zielten explizit auf die Zerstörung der individuellen Würde. Je nach Wirksamkeit streute die Stasi verleumdende Gerüchte, schüchterte ein, griff in das Berufsumfeld und das Privatleben ein, kriminalisierte das Handeln von Betroffenen und organisierte massive Beeinträchtigungen des Alltags. Die einzelnen Maßnahmen wurden individuell zugeschnitten und kombiniert.

Dass im Zusammenhang mit dem “Ibiza-Gate” auch noch Krügerrand-Goldmünzen für die Bezahlung des “Judas-Lohns” für die Finanzierung der Geheimdienstaktion verwendet worden sein sollen, rundet den Eindruck von Stasi-Methoden zusätzlich ab.

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