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Demo gegen Zelte in St. Georgen

Mehr als 92.000 illegal Einreisende, 80.000 Ukrainer: Österreich hat mit Stand 8. November mehr als 170.000 Migranten zu betreuen. Wen wunderts, dass die Bürger auf die Straße gehen, um dagegen zu prostestieren.

8. November 2022 / 15:18 Uhr

Remigrationsbericht: Österreicher in knapp 32 Jahren „Minderheit im eigenen Land“

Österreich befände sich in einer Migrationskrise, die schlimmer sei, als das Katastrophenjahr 2015, sagte heute, Dienstag, FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Pressekonferenz.

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Mehr Asylanten als im Katastrophenjahr 2015

Schnedlitz betonte, er wolle den Journalisten gleich eine Schlagzeile mitgeben und nannte diesbezüglich Zahlen und Fakten:

Wir haben mit Stand heute mehr Asylanten im heurigen Jahr bei uns als im gesamten Jahr 2015 zusammen. Wir stehen zurzeit bei über 92.000. Illegale, die heuer ins Land gekommen sind, vom Jänner bis Oktober. Allein im Oktober über 20.000. Und Sie wissen, dass im Katastrophenjahr 2015 die Gesamtzahl sich nur auf 88.300 belaufen hat. Das heißt: Selbst wenn die Regierung jetzt dazugelernt hat, was die PR betrifft im Rahmen so einer Krise, in Wahrheit trifft Österreich diese Migratrionskrise im Jahr 2022 bereits jetzt härter als im Jahr 2015. Und nur angemerkt: Da ist kein einzige Ukrainer dazugezählt. Zu den 92.000 kommen noch 80.000 Ukrainer. Gesamt haben wir 170.000 zusätzlich bei uns im Land und im Sozialsystem.

„Es braucht Zäune statt Zelte“

Es sei für ihn, Schnedlitz, daher völlig unverständlich, dass die Sozialdemokratie sagen würde, es gäbe keine Migrationskrise. Wenn die SPÖ sage, es bräuchte Zimmer statt Zelte, während viele Österreicher kurz vor einer Delogierung stünden, weil sie die Miete nicht mehr zahlen könnten, dann sage er in aller Deutlichkeit:

Es braucht keine Zimmer statt Zelte, es braucht Zäune statt Zelte, damit wir diesen Zustrom an allen Ecken und Enden endlich einen Riegel vorschieben.

Neues Tool: Bevölkerungsaustausch.at

Nachdem das Innenministerium der freiheitlichen Forderung nach einem Asyl-Dashboard nicht nachgekommen war, präsentierte die Partei unter bevölkerungsaustausch.at nun ein eigenes Tool, auf dem die Bürger ab sofort aktuelle Zahlen zur Migration erfahren können.

Die Dinge beim Namen nennen

Auf die Frage eines Journalisten, ob es sich beim Wort „Bevölkerungsaustausch“ nicht um ein verfängliches Vokabular handle, antwortete Schnedlitz:

Ich sehe absolut kein verfängliches Vokabular, wenn man ausspricht, was passiert. Und ob ich es jetzt „Demographischer-Wandel.at“ nenne oder die Dinge beim Namen nenne, der Grundsatz ist, dass wir hier wirklich ein Problem haben und dass wir die Probleme beim Namen nennen müssen, weil ansonsten sind wir genau auf der Ebene, dass wir uns nicht zu sagen trauen, es geht um Zäune, sondern um Türen mit Seitenteilen, in Tirol bei der Wolfsproblematik geht es nicht um Abschüsse, sondern um Entnahmen, weil sich keiner das Wort „Abschuss“ in den Mund nehmen traut.

Remigrationsbericht: Bald Minderheit im eigenen Land

Schnedlitz machte die Pressekonferenz gemeinsam mit dem Obmann der Freiheitlichen Jugend Oberösterreich, Silvio Hemmelmayr, und dem geschäftsführenden Bundesobmann der Freiheitlichen Jugend, Alexander Murlasits. Diese stellten einen „Remigrationsbericht“ mit dem Titel „Warum wir unsere Heimat verlieren, und was wir dagegen tun können!“ vor.

Silvio Hemmelmayr präsentierte den Remigrationsbericht der Freiheitlichen Jugend.

Hemmelmayr sagte zu den Journalisten, dass Statistik nichts Rechtsextremes sei, sondern etwas, woraus die Politik lernen müsse. Er rechnete auf Basis offizieller Zahlen vor, dass Menschen ohne Migrationshintergrund möglicherweise in knapp 32 Jahren zur „Minderheit im eigenen Land“ werden könnten.

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