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Medien wurden vor allem in der Corona-Zeit von Schwarz-Grün mit Inseraten angefüttert. Die Abhängigkeit zu den Geldgebern führte beim Mainstream auch zum moralischen Verfall bei den Journalisten.

7. November 2022 / 14:23 Uhr

Schmutziger Journalismus: Medien als Handlanger der Mächtigen

Die Mainstream-Medien tun immer so, als würden sie als „vierte Gewalt“ im Staat den Mächtigen auf die Finger schauen. Seit Bekanntwerden der Chats von Thomas Schmid wissen wir, dass das nicht stimmt.

Zeitungen, ja sogar Fernsehsender wurden vielmehr zu Handlangern der Politik. Sie hängen am Gängelband jener, die ihnen Inserate in Millionenhöhe verschaffen. Und Journalisten berichten gnädig über Ereignisse, um sich selbst oder ihren Bekannten gut dotierte Posten zukommen zu lassen.

Köpferollen bei Presse und ORF

Dieser schmutzige Journalismus offenbarte sich einmal mehr nach den Auswertungen der Chat-Nachrichten des ehemaligen ÖVP-Intimus und Generalsekretärs im Finanzministerium, Thomas Schmid, durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Heute, Montag, stellte Presse-Chefredakteur Rainer Nowak seine Funktion ruhend, nachdem bekanntgeworden ist, dass er sich mit Schmid bezüglich einer angestrebten Position in der ORF-Chefetage ausgetauscht hatte. Auch liegt eine anonyme Anzeige rund um wohlwollende Berichterstattung und Interventionen vor.

Ebenfalls heute beurlaubte ORF-Generaldirektor Roland Weißmann, von der ÖVP auf diesen Posten gehievt, ORF2-Chefredakteur Matthias Schrom.

ORF 1 noch linker als ORF 2

Schrom brachten Chats mit dem früheren Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) in Erklärungsnot. Strache hatte sich über die Berichterstattung in der „ZIB 24“ beschwert, worauf Schrom geantwortet hat:

Du weißt, ich bin ja nur für ORF 2 zuständig. ORF 1 (das noch viel linker ist) gehört ja Lisa Totzauer (und Wolfgang Geier). Unser Problem ist ja auf gewisse Weise, dass uns (Hofer & mir) finanzielle Ressourcen weggenommen werden und in ORF 1 gesteckt werden. Also es wird grad mit Gewalt versucht, den maroden Kanal hochzukriegen. Ich wundere mich ja ehrlich schon lange, dass sich darüber, was dort inhaltlich abgeht, keiner aufregt. Es ist schon bei uns genug zu tun und jeden Tag mühsam, aber langsam wird’s, und die, die glauben, die SPÖ retten zu müssen, werden weniger.

Vernaderung der Redaktion

Der ORF-Redakteursrat reagierte – wie so oft – empört und sprach von Vernaderung der eigenen Redaktion. Womöglich eine reine Schutzbehauptung, denn der langjährige ORF-Innenpolitikchef Hans Bürger machte vor Kurzem aus seinem Herzen keine Mödergrube und gab erschreckende Einblicke in das System „Staatsfunk“. Wie berichtet, sagte er in einer Podiumsdiskussion:

In der Berichterstattung wird schon sehr, sehr viel versucht. Da brauchen wir uns überhaupt nichts vormachen.

Corona als Füllhorn der Redaktionen

Seine „sicherlich schwierigste Zeit“ im ORF war die Corona-Zeit. So habe man ihm und seinen Kollegen schnell klargemacht, dass „wir die Gesundheitspolitik der Bundesregierung nicht ganz groß in Frage stellen“ dürfen. Was aber nicht den ORF allein betraf. Auch alle anderen Mainstream-Medien, angefüttert mit überschäumenden Regierungsinseraten, lobpriesen die schwarz-grüne Corona-Politik. Erst der „lustige Oster-Erlass des Rudolf Anschober“ hätte die Einheitsfront bröckeln lassen.

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