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Gericht

Über die Verlassenschaft der oberösterreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, die Suizid begangen hat, ist am Montag im Landesgericht Wels das Konkursverfahren eröffnet worden.

25. Oktober 2022 / 16:20 Uhr

Fall „Kellermayr“: Waren Mobbing oder Schulden Grund für Suizid?

Der Suizid der oberösterreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr erscheint plötzlich in neuem Licht. Bis dato war immer von Mobbing durch „Impfgegner“ die Rede, die sie in den Selbstmord getrieben hätten, jetzt tauchten aber auch gewaltige Schulden auf. Der wahre Grund bleibt wohl für immer ein Rätsel.

Passiva mit 511.000 Euro beziffert

Gestern, Montag, wurde im Landesgericht Wels in Oberösterreich nämlich über die Verlassenschaft nach der am 29. Juli verstorbenen Dr. Lisa-Maria Kellermayr das Konkursverfahren eröffnet. Der Kreditschutzverband 1870 bestätigte gegenüber dem ORF einen Bericht des Oberösterreichischen Volksblatt, wonach die Passiva mit rund 511.000 Euro beziffert wird. Die aus Seewalchen im Bezirk Vöcklabruck stammende Ärztin hatte eigenen Angaben zufolge rund 100.000 Euro für Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Morddrohungen ausgegeben.

Rechtsanwältin mit Insolvenzverfahren betraut

Die mit der Abwicklung der Insolvenz betraute Rechtsanwältin Mag. Ursula Schilchegger-Silber sagte gegenüber unzensuriert:

Zumal ich lediglich einen Antrag auf Insolvenzeröffnung des Verlassenschaftskurators vor mir liegen habe, kann ich zu den in diesem Antrag angegebenem Zahlenmaterial noch keine Einschätzung abgeben. Zu den Gläubigern selbst gebe ich aufgrund meiner Verschwiegenheitsverpflichtung keine Erklärung ab.

Ein Insolvenzverfahren in einer Verlassenschaft unterscheide sich nicht großartig von einem üblichen Insolvenzverfahren. Ihre Aufgabe sei es, die Aktiva zu verwerten, die Passiva zu prüfen und festzustellen, ob und in welchem Umfang eine Quote an die Gläubiger ausgeschüttet werden könne, so die Rechtsanwältin.

Van der Bellen würdigte „Impf-Ärztin“

Der Selbstmord der jungen Ärztin hatte im Sommer für Aufregung und Schlagzeilen gesorgt. Bundespräsident Alexander Van der Bellen würdigte bei „Twitter“ das Engagement von Kellermayr für die „Gesundheit, die Eindämmung der Corona-Pandemie und für die Impfung“. Dies – und nicht etwa die Forderung der Ärztin, impffreie Menschen sozial möglichst zu schädigen – hätte bei manchen Menschen „Hass und Wut“ ausgelöst, die es nun zu überwinden gelte.

Dompfarrer ließ Glocken des Stephandoms läuten

Der Wiener Dompfarer Toni Faber ließ es sich nicht nehmen, extra die Glocken des Stephansdomes anlässlich der Mahnwache in Wien läuten zu lassen. Freilich geschah dies kein einziges Mal für die dutzenden Selbstmordopfer aufgrund der Corona-Maßnahmen, oder für die von Afghanen vergewaltigte und ermordete Leonie.

Phrasen über Toleranz

Faber äußerte sich mit den üblichen hohlen Phrasen über Toleranz zu seinen Beweggründen dafür:

Ich glaube, dass es wichtig ist, ein Zeichen zu setzen für das Leben, für die Toleranz, für die Bereitschaft, dem Leben zu dienen. Um 20.45 Uhr läuten die Glocken für Kellermayr, die mit voller Leidenschaft Ärztin war.

Faber hetzte gegen impffreie Menschen

Just jener Pfarrer, der Toleranz einforderte, war es aber, der in der Vergangenheit ungeniert öffentlich gegen impffreie Menschen schoss. Im Fernsehen betonte Faber:

Es ist ein geringeres Übel, diejenigen auszugrenzen, die sich noch nicht impfen haben lassen, als für die gesamte Bevölkerung einen Lockdown verordnen zu müssen.

Zudem wünschte sich der Dompfarrer einen „möglichst harten Lockdown für Ungeimpfte“ – wir berichteten.

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