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Präsenz-Lehrbetrieb statt neuerlichem Fern-Studium aus Energiespargründen fordern die Freiheitlichen Studenten (Bild: Großer Lesesaal der Universität Wien).

17. Oktober 2022 / 14:27 Uhr

Freiheitliche Studenten wehren sich gegen bevorstehende „Energie-Lockdowns“ an Unis

Ein internes Schreiben der Universität Wien zeigt besorgniserregende Entwicklungen auf: Sollte sich die Situation rund um die Energie-Vorsorge weiter zuspitzen, werde es wohl „Energie-Lockdowns“ geben müssen, die vergleichbar mit dem Corona-Lockdown im März 2020 wären, weil es sich bei Universitäten nicht um kritische Infrastruktur handle. „Die Studenten werden also wieder einmal von den Unis verbannt und sind erneut die Leidtragenden einer völlig verfehlten Politik“, ärgert sich Gudrun Kofler, Obfrau des Ring Freiheitlicher Studenten (RFS), denn für sie steht fest: „Die Studenten haben unter den Corona-Lockdowns der letzten Jahre bereits mehr als genug gelitten.“

Fernunterricht für viele nicht mehr leistbar

Wird der Lehrbetrieb wieder auf „Distance-Learning“ umgestellt, bedeutet das für Studenten, dass sie wieder von Zuhause aus lernen müssen. „Die Energiekosten für den Fernunterricht müssen die Studenten dann natürlich selbst tragen. In Anbetracht dessen, dass sich die Strom- und Gaspreise in diesem Jahr vervielfacht haben, wäre dies für zahlreiche Studenten eine kaum zu stemmende Zusatzausgabe“, weiß die RFS-Obfrau, die zutiefst besorgt ist um die finanzielle Situation der Studenten, „die ohnehin schon oft mit den hohen Miet- und Lebensmittelkosten an ihre finanziellen Grenzen kommen.“

Völlig verfehlte Krisenpolitik der Regierung

Die Ursache dieser Problematik ortet Kofler in einer völlig verfehlten Krisenpolitik der Regierung, denn: „Wenn dann auch noch weite Teile des öffentlichen Lebens wie bei den Corona-Lockdowns per Verordnung zum Erliegen kommen, ist das ein mehr als besorgniserregendes Szenario, von dem wir alle betroffen sein werden und das unsere Wirtschaft erneut nachhaltig schädigen wird.“ Auch die derzeitigen Maßnahmen der Außenpolitik kritisiert die RFS-Obfrau scharf: „Die Bundesregierung hat vergessen, was unsere Neutralität bedeutet. Durch die Sanktionen gegen Russland schadet Österreich sich nur selbst, die Leidtragenden sind wie immer die Bürger!“

Persönlicher Kontakt zwischen Professoren und Studenten unerlässlich

„Ganz gleich, ob es nun Lockdowns wegen der Energie- oder der Corona-Krise geben soll, wir lehnen beides ab und fordern eine Garantie, dass die Hochschulen im Wintersemester offen bleiben und den Lehrbetrieb für die Studenten weiter in Präsenz abhalten“, fordert Kofler daher abschließend. Für den RFS ist klar: „Für ein erfolgreiches Studium ist der persönliche Kontakt zwischen Professoren und Studenten unerlässlich. Dieser muss daher auch in herausfordernden Zeiten gegeben sein, um eine qualitativ hochwertige Lehre gewährleisten zu können!“

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