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Othmar Karas wurde zwar von ÖVP-Wählern in die EU entsandt, betreibt dort aber die Politik des politischen Gegners.

13. Oktober 2022 / 16:28 Uhr

Mogelpackung ÖVP: Othmar Karas – der „Feind in meinem Bett“

Österreichs Presseagentur APA zählte die Gratulanten auf, die sich am Sonntag bei Alexander Van der Bellen anlässlich seiner Wiederwahl als Bundespräsident zur Wahlfeier einstellten: Neben „Vertreterinnen und Vertretern der Grünen – darunter Parteichef und Vizekanzler Werner Kogler, Klubobfrau Sigrid Maurer oder die Ministerinnen Alma Zadić, Leonore Gewessler und Minister Johannes Rauch – gesellten sich schließlich auch Repräsentanten anderer Parteien hinzu, etwa Beate Meinl-Reisinger (Neos), ÖVP-Europaabgeordneter Othmar Karas oder der Wiener Ex-Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch (SPÖ).

Verfechter des EU-Zentralstaats

Karas ist immer dort anzutreffen, wo es um globalistische Ziele geht. Er war bis 2019 ÖVP-Delegationsleiter und ist heute Vizepräsident des EU-Parlaments. Eine steile Karriere für einen wenig charismatischen Politiker ohne Rückhalt im eigenen Land! Aber als bedingungsloser Verfechter eines EU-Zentralstaates ist er willkommen in Brüssel.

Karrierefördernde Seilschaften

Und Karas arbeitet seit Jahren an karrierefördernden Seilschaften – aber nur auf linker Seite. So hat er vor etwa zehn Jahren mit dem Polit-Dinosaurier Johannes Voggenhuber von den Grünen und dem ehemaligen SPÖ-Abgeordneten Herbert Bösch die sogenannte „Bürgerplattform“ gegründet.

Viel einflussreicher ist allerdings die „Spinelli-Gruppe“, der Karas ebenfalls angehört. Sie ist nach dem italienischen Kommunisten Altiero Spinelli benannt, dessen Ziel die Aufhebung der Grenzen in Europa, die Einschränkung des Privateigentums und die Schaffung einer verfassungsgebenden Versammlung zur Errichtung eines europäischen Staats war. Außerdem sollten die nationalen Armeen zugunsten eines europäischen Heeres abgeschafft werden.

Abseits gewählter Entscheidungsgremien

Dieser Spinelli-Gruppe gehören einflussreiche EU-Politiker an, wie Jacques Delors aus Frankreich, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission, Mario Monti aus Italien, ehemaliges Mitglied der Europäischen Kommission und ehemaliger italienischer Ministerpräsident, und Joschka Fischer, ehemaliger grüner Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Gemeinsam mit zahlreichen anderen grünen und roten Politikern bilden diese das Entscheidungsgremium.

Aus Österreich sind weiters Eva Lichtenberger (Grüne), Ulrike Lunacek (Grüne) und Hannes Swoboda (SPÖ) dabei. Karas, der von seinen Wählern für eine ganz andere weltanschauliche Position ins EU-Parlament entsandt wurde, ist ebenfalls dabei.

Treiber der EU-Vorgaben

Mit diesen Seilschaften im Hintergrund machte er eine glänzende EU-Karriere, die er jetzt im Sinne der EU auch zum Höhepunkt bringt. Anfang Oktober reiste er nach Kiew, in die ukrainische Hauptstadt. Dort erklärte er in einem Interview – ausgerechnet mit dem linken Standard – pflichtschuldig zu den EU-Sanktionen, die ganze Volkswirtschaften durch Verknappung und enorme Verteuerung der Energiepreise an den Rand des Ruins bringen:

Wer die Sanktionen infrage stellt, betreibt Putins Spiel.

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