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Wladimir Putin und Angela Merkel

Angela Merkel (hier mit Wladimir Putin) war auf der Weltbühne zuhause und verfügte über Erfahrung, die die jetzige Regierung in Berlin offenbar nicht hat.

11. Oktober 2022 / 18:33 Uhr

Orbán überzeugt: „Merkel hätte den Ukraine-Krieg verhindern können“

Der ungarische Präsident Viktor Orbán geht davon aus, dass die bundesdeutsche Kanzlerin Angela Merkel den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hätte verhindern können.
Diese überraschende Mitteilung machte Orbán heute, Dienstag, bei einer Veranstaltung in Berlin. Merkel habe bereits durch ihr Agieren nach der russischen Annexion der Krim einen Krieg verhindert, meinte Orbán, der der Ex-Kanzlerin, die er am Rande der offiziellen Termine ebenfalls in Berlin traf, Rosen streute: Was Angela Merkel gemacht habe zu Zeiten der Krim-Krise, das sei ein Meisterwerk gewesen.
„Merkel hätte nicht zugelassen, dass das hochgeht“
Die Welt hat ein Video veröffentlich, in dem Viktor Orbán laut Übersetzung wörtlich meinte:

Sie werden alle wissen, dass ich mit Angela Merkel einige Duelle hatte. Besonders in der Sache der Migration. Aber was Angela Merkel gemacht hat zur Zeit der Krim-Krise, das war ein Meisterstück. Danke Angela. Denn dieser Krieg hätte auch ausbrechen können zur Zeit der Krim-Krise. Denn das war auch eine Verletzung des internationalen Rechts, aber da ist es nicht zum Krieg gekommen. Wieso ist es nicht zum Krieg gekommen? Deshalb, weil die Deutschen mit der Kanzlerin an der Spitze sofort Verhandlungen initiiert haben. Sie sind nach Kiew gefahren, sie sind nach Moskau gefahren, sie haben sie nach Brüssel eingeladen. Und sie haben den Konflikt isoliert. Die Krim ist somit ein russisch-unkrainischer Konflikt geblieben, sie haben es nicht zugelassen, das das hochgeht und wir alle involviert werden. Das war eine diplomatische Leistung.

Ampelkoalition fehlt offenbar Erfahrung und politisches Gespür
Mit dieser Analyse übte Orbán gewollt oder ungewollt Kritik an der derzeitigen Ampelkoalition unter der Führung von Olaf Scholz (SPD) in Berlin, der er indirekt Versagen vorwarf. Merkel hätte offenbar die Erfahrung und das richtige politische Gespür gehabt, um diese schreckliche Auseinandersetzung auf dem Verhandlungstisch zu lösen. Wir hätten keinen Krieg, keine Sanktionen, keine Energiekrise, kein weiteres Anheizen der Inflation – und vor allem Frieden.

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