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Van der Bellen Wahlplakat

Rechnet man die Prozentzahl aller Wahlberechtigten, kommt Alexander Van der Bellen nur auf 36 Prozent, die ihn bei der Wiederwahl unterstützt haben.

11. Oktober 2022 / 09:18 Uhr

Nur 36 Prozent der Wahlberechtigten haben Van der Bellen gewählt

Das vorläufige amtliche Endergebnis der Bundespräsidentenwahl weist Alexander Van der Bellen mit 56,69 Prozent zwar als klaren Wahlsieger aus, betrachtet man jedoch die Zahl der Wahlberechtigten, ergibt das ein eher ernüchterndes Bild.
Armutzeugnis für amtierendes Staatsoberhaupt
Von den insgesamt 6.363.489 Wahlberechtigten gingen 4.239.427 Personen zur Urne, 91.348 wählten ungültig, 4.056.731 gültig. Rechnet man nun die Prozentzahl aller Wahlberechtigten, kommt Van der Bellen nur auf 36 Prozent, die ihn bei der Wiederwahl unterstützt haben. Das ist für ein amtierendes Staatsoberhaupt eigentlich ein Armutszeugnis.
Herbe Niederlage für Systemparteien
Die FPÖ, deren Kandidat Walter Rosenkranz mit 17,68 Prozent klar Zweiter wurde, bezeichnete das Ergebnis für den Amtsinhaber, aber auch für das „schwarz-rot-grün-pinke Polit-Establishment“ als eine „gewaltig Klatsche“. FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl meinte in einer Aussendung:

Die Systemparteien haben eine herbe Niederlage erlitten. Mit Freiheit, Souveränität, Neutralität, Sicherheit und Wohlstand hat Walter Rosenkranz auf die aktuellen und damit richtigen Themen gesetzt. Die FPÖ ist die einzige Alternative zum politischen Einheitssystem. Das Ergebnis ist jedenfalls ein klares Zeichen dafür, dass die Menschen in Österreich eine Veränderung haben wollen – und genau dafür stehen wir Freiheitliche!

Wahlkampfleiter nur erfunden
Tatsächlich wurde der freiheitliche Kandidat auch bei dieser Wahl von allen anderen Parteien samt Mainstream bekämpft. Zudem stellt sich die Frage, aus welchen Motiven heraus und wie seriös die Kandidatur anderer Kandidaten erfolgte. Wundern darf man sich jedenfalls über einen Schwindel von Tassilo Wallentin, der nach geschlagener Wahl gegenüber Ö3 zugab, seinen angeblichen Wahlkampfleiter nur erfunden zu haben. Wallentin meinte, gefragt, ob das rechtlich zulässig sei:

Er ist erfunden, ja, klar. Weil es ist keine rechtliche Position, sondern die haben mich gefragt, wer ist da zuständig für die Koordinierung und da habe ich gesagt, „der Herr Bla-bla“. Ich habe ihn genannt, ich glaube, Svaricek oder so ähnlich.

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