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Sujet Klimabonus für Asylwerber

Dieses Inserat wurde von der Kronen Zeitung abgelehnt und durfte nicht erscheinen. Die Öffentlichkeit sollte anscheinend nicht erfahren, wie die Abgeordneten im Parlament abgestimmt haben.

25. September 2022 / 11:01 Uhr

Nächster Medien-Skandal: „Krone“ lehnt Inserat der FPÖ gegen „Klimabonus für Asylwerber“ ab

Die Freiheitlichen wollten die Öffentlichkeit darüber informieren, dass im Parlament nur die FPÖ gegen den „Klimabonus“ für Asylwerber gestimmt hat, und zwar mittels eines bezahlten Inserates in der Kronen Zeitung. Doch die Krone lehnte ab.
Klare Ablehnung von Rechtsabteilung und Redaktion
Kurz und bündig wurde der freiheitlichen Partei schriftlich mitgeteilt:

Seitens unserer Rechtsabteilung und unserer Redaktion kam eine klare Ablehnung. Das Inserat kann so nicht erscheinen.


Öffentlichkeit sollte Wahrheit nicht erfahren
Die Öffentlichkeit sollte anscheinend nicht erfahren, wie die Abgeordneten im Parlament abgestimmt haben. Wer hätte sich gedacht, dass eine angeblich unabhängige Zeitung im 21. Jahrhundert derart offen Einfluss auf das politische Geschehen im Land nimmt, indem sie Werbeeinschaltungen von Parteien offenbar nach eigenem Gutdünken annimmt oder ablehnt. Dabei wäre es ja Aufgabe der Redaktion gewesen, über eine so wichtige Abstimmung im Nationalrat umfassend zu berichten und ihren Lesern mitzuteilen, wie sich die Abgeordneten bei einem so wichtigen Thema, das unser aller Steuergeld betrifft, verhalten.
Unwahrheit über „Klimabonus“-Abstimmung
Die Kronen Zeitung hatte ja bereits vor einigen Tagen einen Artikel verfasst, wohl mit der Absicht, der schwarz-grünen Regierung Schützenhilfe beim „Klimabonus“ für Asylwerber zu geben. Wie berichtet, versuchte die Redaktion der FPÖ eine Mitschuld an dem Beschluss im Nationalrat anzuhängen. Sie behauptete, dass auch die FPÖ im Juni mit Schwarz-Grün für das Gesetz gestimmt habe. „Das ist natürlich falsch“, konterte daraufhin FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung und machte einen Faktencheck.
Abschiedsbrief erfunden
Auf den Tiefpunkt des Journalismus begab sich die Kronen Zeitung auch in der Causa „Jenewein“. Hier hat der Schreiberling tatsächlich einen Abschiedsbrief erfunden und aus einem Brief, den es gar nicht gab, auch noch zitiert, etwa, dass sich der frühere Parlamentsmitarbeiter Hans-Jörg Jenewein von FPÖ-Chef Herbert Kickl enttäuscht zeige.
Krone und Kurier verweigern Gegendarstellung
Auch die Zeitungen Oe24 und der Kurier schrieben über diesen Phantom-Brief. Nach Aufforderung des Rechtsanwalts von Hans-Jörg Jenewein brachte nur Oe24 eine Gegendarstellung zum frei erfundenen Abschiedsbrief. Krone und Kurier ziehen ein Gerichtsverfahren vor.

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