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Marlene Svazek

„Gute Nacht Österreich“ sei mittlerweile die seriöseste Sendung im ORF, meint die Salzburger FPÖ-Landesparteichefin Marlene Svazek.

18. September 2022 / 09:03 Uhr

Svazek beim Parteitag: „Es ist lieb, wenn sich Journalisten um uns Sorgen machen“

Beim Bundesparteitag der Freiheitlichen gestern, Samstag, in St. Pölten gab es viele bemerkenswerte Reden.
Oppositionsrolle der FPÖ
Marlene Svazek, bei der FPÖ-Chef Herbert Kickl meinte, sie zeige, dass rechte Politik auch attraktiv sein kann, stach bei ihrer Abrechnung mit den Medien noch ein bisschen mehr heraus. Die Salzburger FPÖ-Landesparteiobfrau sagte:

Ich habe heute Früh Zeitung gelesen. Ich mach’ das nicht freiwillig, ich glaube, dass gehört zum Berufsbild des Politikers dazu. Und ich lese da in einem Artikel der Salzburger Nachrichten, dass sich heute, hier auf diesem Bundesparteitag die Frage stellt, wie weit sich die Freiheitlichen in die Oppositionsrolle einzementieren. Je besser das Ergebnis am heutigen Bundesparteitag, desto fester der Zement.

„Lieb, wenn sich Journalisten um FPÖ Sorgen machen“
Sie, Svazek, fände es immer lieb, wenn sich Journalisten Sorgen machen um die freiheitliche Partei und um die Zukunft der FPÖ, „denn dann weiß man, dass wir am richtigen Weg sind“. Das sei das genaue Gegenteil, was momentan in Tirol passiere, dort habe man Mitleid mit der ÖVP, Mitleid mit dem Landeshauptmann, und da wisse man schon, das könne nicht gutgehen. Dieser Zeitungsartikel in der Früh habe ihr in Wahrheit gezeigt, „dass wir am richtigen Weg sind“.
„Gute Nacht Österreich“ ist mittlerweile das seriöseste Format im ORF
Die Sendung „Report“ im ORF, so Svazek, habe diese Woche versucht, den FPÖ-Bundesparteitag nicht als „g’mahte Wies’n“ darzustellen. Sie selbst wurde auch interviewt, aber nur vom Satire-Reporter Peter Klien („Gute Nacht Österreich“) am Eingang zum Parteitag. Svazek wörtlich:

Ich habe ihm gratuliert zum seriösesten Format im ORF. Und ich habe ihm nahegelegt, er möge mit seinem Chef verhandeln, um noch mehr Sendeminuten zu bekommen, weil das ist mittlerweile wirklich das seriöseste Format in diesem Sender.

„Unser Zement besteht aus Einigkeit“
Den Zement, den die Freiheitlichen beim Bundesparteitag anrühren, der werde fester denn je sein. In Zeiten, in denen man sich ohnehin auf niemanden mehr verlassen könne, in Zeiten, in denen sich Parteien in Befindlichkeiten und Eitelkeiten ergießen, in Zeiten, in denen man schon gar nicht mehr wisse, welche Werthaltung andere Parteien haben, „zeigen wir, dass wir anders sind als alle anderen, und unser Zement besteht aus Einigkeit, geschlossen, Mann für Mann, Frau für Frau“.
Dieser Zement sei auch angerührt mit Glaubwürdigkeit. Man würde in der FPÖ nicht nur sagen, „was man denkt, sondern auch verkörpern, was man sagt“. Und der Beton sei auch angerührt mit Konsequenz, kompromissloser Konsequenz, ohne darauf zu schielen, welche Koalitionsoptionen sich vielleicht ausgehen würden. Das wären die Dinge, aus denen „unser Zement angerührt ist“.
„Kickl wird uns in Verantwortung bringen“
Die Salzburger Nachrichten bräuchten sich keine Sorgen machen, dass die FPÖ in der Oppositionsrolle einzementiert sei, „weil ich bin mir sicher, der Herbert (Anm., Kickl) wird uns in Verantwortung bringen, in Verantwortung in den Ländern, in Verantwortung im Bund“. Aber nicht als Trittbrettfahrer, nicht als Steigbügelhalter, sondern als jene, die die Werte, die die Freiheitlichen vertreten, auch dominant in einer Regierung, bei allen Koalitionsverhandlungen, bei allen realpolitischen Entscheidungen voranstellen würden. Wörtlich sagte Svazek:

Wir rühren hier und heute den Zement an, dass uns nichts mehr umhauen kann in der freiheitlichen Partei. Wir rühren hier und heute den Zement an, dass wir uns einzementieren – und im besten Fall im Bundeskanzleramt.

91 Prozent für Herbert Kickl
Wie berichtet, folgten die Delegierten nicht dem Wunschgedanken einzelner Mainstream-Medien, sondern sie „betonierten“ Herbert Kickl eindrucksvoll und fest als Bundesparteiobmann ein. Er wurde mit 91 Prozent als Obmann wiedergewählt.

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