Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

FPÖ Favoriten mit Winnetou-Plakaten

Ein starkes Zeichen gegen die „politische Überkorrektheit“ setzten die Bezirksräte der FPÖ Wien-Favoriten mit dem Antrag auf Benennung eines „Winnetou-Platzes“.

15. September 2022 / 14:32 Uhr

Gegen „politische Überkorrektheit“: FPÖ fordert Platz für „Winnetou“

Ein starkes Zeichen gegen die „politische Überkorrektheit“ setzten die Blauen in der Bezirksvertretungssitzung Wien-Favoriten gestern, Mittwoch. Sie beantragten die Benennung eines Platzes, einer Straße, einer Gasse oder eines Parks nach der Karl-May-Figur, dem Häuptling der Apachen, „Winnetou“.
„Winnetou war noch ein ehrlicher roter Zeitgenosse“
Offensichtlich wollten SPÖ, ÖVP, Grüne und Rosarote aber keine Indianer-Namen im 10. Bezirk und lehnten den Antrag geschlossen ab. Der Klubobmann der FPÖ-Favoriten, Christian Schuch, sagte gegenüber unzensuriert:

Auch wenn Rot-Schwarz-Grün-Pink ohne mit der Wimper zu zucken am Zug der „politischen Korrektheit“ aufgesprungen sind und dem Helden vieler Wiener keinen eigenen Platz widmen wollten, lassen wir nicht locken und kämpfen weiter. Schließlich war Winnetou noch ein ehrlicher roter Zeitgenosse!

Verlag stoppte Kinderbuch-Auslieferung
Auslöser des FPÖ-Antrages war die ohnehin bekannte Entwicklung rund um Winnetou: Es begann, nachdem der Verlag Ravensburger Mitte August angekündigt hatte, die Auslieferung zweier „Winnetou“-Kinderbücher zu stoppen und aus dem Programm zu nehmen. Auch die ARD wird keine Filme mehr ausstrahlen. Der Grund: angebliche „kulturelle Aneignung“. Konkret geht es darum, dass die Verharmlosung der Unterdrückung indigener Völker sowie die Verwendung des Wortes „Indianer“ gestoppt werden müsse.
Linke haben wohl noch kein Karl-May-Buch gelesen
Anscheinend haben die linken Kultur-Verteidiger noch keines der 71 Bücher von Karl May gelesen, denn sonst wüssten sie, dass er, selbst unter dem Wissensstand seiner Zeit, die Lebensbedingungen der Indianer durchaus differenziert und die Rolle weißer Kolonialisten (nicht nur) in Nordamerika sehr kritisch beschrieben hat. Ob dies auch für die Ravensburger-Fortsetzungen galt, wissen wir nicht, aber gerade Kinder- oder Jugendbüchern darf man wohl eine gewisse kreative Freiheit zugestehen. Sonst dürfte es auch keinen Batman oder Spiderman, geschweige denn einen SpongeBob oder Pumuckl geben.

Voriger / nächster Artikel

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Folge uns auf unserem Telegram-Kanal, um Artikel zu kommentieren und unzensuriert informiert zu bleiben.

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

28.

Nov

17:48 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief

YouTube player

YouTube player