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Kassegger_Gas

Der freiheitliche Außenpolitik-Sprecher Axel Kassegger bezeichnet Europa als den größten Verlierer der Russland-Sanktionen.

8. September 2022 / 13:20 Uhr

Finnische Studie belegt die Sinnlosigkeit der Russland-Sanktionen

„Der Kreml verdient mit Energie mehr, als der Krieg kostet“ – diese Schlagzeile war in den vergangenen Tagen in mehreren Medien zu lesen. Der Bericht stützt sich auf eine finnische Studie, die die Sinnlosigkeit der Russland-Sanktionen belegt.
Freiheitliche durch Studie bestätigt
Die FPÖ sieht sich durch die Studie einmal mehr bestätigt, wie falsch die Bundesregierung unter ÖVP-Kanzler Karl Nehammer außenpolitisch agiert. Der freiheitliche Außenpolitik-Sprecher Axel Kassegger sagte in einer Aussendung:

Während sich Putin mit seinen Rohstoffen eine goldene Nase verdient, schlittern die Menschen in Europa durch die immer weiter steigenden Energiekosten und die Rekordinflation immer mehr in die Armut.

Europa sei der große Verlierer der Russland-Sanktionen, so Kassegger, „während den US-Wirtschaftsinteressen gedient ist und Russland selbst diese Sanktionen völlig verkraftet“. Durch die Abhängigkeit Europas von russischen Energiestoffen zahle Europa doppelt drauf.
EU trotz Sanktionen größter Abnehmer
Das finnische Institut „Centre for Research on Energy and Clean Air“ (CREA) wertete Daten aus dem Schiffsverkehr und zu Pipeline-Transporten aus. Dabei zeigte sich nicht nur, dass Russlands Einnahmen aus Energie-Exporten höher waren als die Kriegskosten, sondern auch, dass die EU trotz der Sanktionen der größte Abnehmer der Lieferungen war – und zwar mit 85 Milliarden Euro, allen voran Deutschland. Auf dem zweiten Platz landete China mit 35 Milliarden Euro.
Die Analyse der finnischen Wissenschaftler über russische Exporte von Öl, Kohle und Gas zwischen Februar und August 2022 ergab, dass Russland dadurch Einnahmen in der Höhe von 158 Milliarden Euro verbuchen konnte. Dem gegenüber stünden geschätzte Kriegskosten von rund 100 Milliarden Euro.
Vernichtung des Wohlstands in Österreich
Kassegger forderte angesichts dieser Entwicklung die sofortige Aufnahme von Verhandlungen zum raschen Ende des Ukraine-Konflikts. Wörtlich meinte er:

Es müssen beide Seiten aufeinander zugehen, aber auch Europa muss guten Willen zeigen, indem die Sanktionen aufgehoben werden. Erst dann wird Russland bereit sein, ernsthaft zu verhandeln. Wenn die EU – und damit auch die österreichische Bundesregierung – stur bleibt, dann droht ab dem Herbst durch ausbleibende Gas-Lieferungen aus Russland der Zusammenbruch der Wirtschaft und damit die Vernichtung des Wohlstands in Österreich – soweit darf es nicht kommen.

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