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Wiener Schnitzel

Ein schönes, knuspriges Schnitzel wie hier soll in Bremen bald der Vergangenheit angehören. Zumindest wenn es nach den Grünen geht. Sie wollen alle Restaurants zu 50 Prozent veganem Nahrungsverkauf zwingen, was die meisten in die Pleite treiben dürfte.

31. August 2022 / 18:11 Uhr

Grüne Umerziehung: Bürger sollen per Quotenregelung Veganer werden

Die Grünen in der Bremer Bürgerschaft haben die Bevölkerung aufgefordert, ihren Konsum von Fleisch, Milchprodukten und Eiern drastisch zu reduzieren. Es müssten rund 75 Prozent weniger tierische Produkte verzehrt werden, verlangen die Grünen in einem Positionspapier. Die Partei hat angekündigt, das Papier bald mit ihren Koalitionspartnern SPD und Linkspartei zu diskutieren.
Vegane Quote von 50 Prozent
Der grüne Vorstoß aus dem Bremer Landesparlament sieht Quotenregelungen für gastronomische Einrichtungen in der Hansestadt vor, darunter Restaurants, Imbisse oder auch Weihnachtsmärkte. Künftig soll dort nach den Vorstellungen der Grünen die Hälfte aller Angebote vegan sein. Natürlich dürfte es auch Fleischesser geben, die ab und zu vegane Gerichte zu sich nehmen, aber laut einer Studie sind in Deutschland nur 3,2 Prozent der Bürger tatsächlich Veganer. Ein oder zwei vegane Gerichte auf einer Speisekarte würden infolgedessen vielleicht Sinn machen, aber die Hälfte? Das würde viele Restaurants, Imbisse und Weihnachtsmärkte wohl in den Ruin treiben.
Aber vielleicht ist das genau das, was die Grünen wollen. Immerhin wird auf Weihnachtsmärkten ein christliches Fest gefeiert, was der links-atheistischen Partei schon immer ein Dorn im Auge war und wogegen sie ständig wettert. Einmal gegen den Markt, ein andermal gegen den Weihnachtsbaum. Und die auch von den Grünen mitgetragenen Maßnahmen während der Virus-Krise haben zahlreiche Imbisse und Restaurants in den Ruin getrieben. Wobei gerade Wirtshäuser ja Stammtische anbieten und diese den Grünen bekanntlich ebenfalls ein Dorn im Auge sind.
Geht es ihnen um die Tiere?
Die Partei begründet die vegane Nahrungsidee mit Tierleid, das vermieden werden könnte. Dazu sei angemerkt, dass bisher nichts darüber bekannt ist, dass Grüne jemals etwas gegen das islamische Halal-Schächten unternommen hätten. Beim Schächten wird Tieren auf grausame Art die Kehle durchgeschnitten. Immerhin der Tierschutzbund sprach sich dagegen aus, während die Grünen dazu lieber schweigen. Um die Tiere dürfte es den Grünen also wohl eher nicht gehen.
Aber die Tiere allein sind für die Grünen natürlich nicht Pseudogrund genug, die Bürger zum Veganismus zu nötigen. Auch von angeblichen „Konsequenzen für den Klimawandel“ durch falsche Ernährung ist in dem Positionsapier die Rede. Vegane Nahrung sei daher „die umweltfreundlichste Ernährungsweise“. Folglich sei es Aufgabe der Politik, pflanzliche Kost „in allen Bereichen zu fördern. Kochen ohne Tierprodukte muss zum Standard werden“. Zuletzt hatte der grüne Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir gefordert, die Preise für Fleischprodukte zu erhöhen.
Gastronomie lehnt die grüne Idee ab
Es geht also wieder einmal um die heilige Kuh der Grünen, den Klimawandel. Und deutsche Esskultur sowie deutsche Lokalitäten sollen dafür bluten. Denn wer ernsthaft glaubt, dass sich die vielen migrantischen Läden in Bremen an solche neuen Regeln halten, der wählt wahrscheinlich die Grünen. Ein Blick in die migrantischen Shisha-Bars reicht, um zu sehen, was Sache ist. Grüne und Linke wollen das freilich nicht sehen und versuchen, ihre schützenden Hände über die dortige Kriminalität zu halten. „Typisch für ein gegen das eigene Volk gerichtetes System ist es, Kriminelle zu schonen, aber politische Gegner als Kriminelle zu behandeln“, wusste bereits der prominente Sowjet-Dissident Alexander Solschenizyn.
Ein Sprecher der Bremer Gastro Gemeinschaft, Thorsten Lieder, hat offensichtlich erkannt, wohin die Reise geht und lehnte den Vorschlag laut butenunbinnen.de ab. Die Politik habe sich nicht in die Ernährungsweise der Bürger einzumischen, kritisierte der Interessensvertreter der dortigen Gastronomiebetriebe. „Man muss die Menschen überzeugen, wenn man noch nachhaltiger und ökologischer wirtschaften möchte. Das erreicht man nicht durch Verbote oder gesetzliche Vorgaben. Das hat bereits die Prohibition in den USA gezeigt, dass das nicht funktioniert.“

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