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Karl Nehammer und Leonore Gewessler

Die Bundesregierung überschlägt sich förmlich mit lächerlichen Spar-Tipps für die Bürger, selbst aber gibt sie, allen voran Leonore Gewessler (r.), Unsummen für fragwürdige Internet-Auftritte aus.

17. August 2022 / 11:32 Uhr

650.000 Euro für Internet-Auftritt: Gewessler zeigt, wie man in der Krise „spart“

Während die schwarz-grüne Bundesregierung, allen voran die grüne Umweltministerin Leonore Gewessler, lächerliche Strom-Spartipps geben („Deckel auf den Topf“), wird das Steuergeld haufenweise beim Fenster hinausgeworfen. Jetzt wurde bekannt, dass Gewessler eine gewaltige Summe für ihren Internet-Auftritt ausgegeben hat.
Verhöhnung der Österreicher
„Verhöhnung der Österreicher“ ist da wohl ein Hilfsausdruck, denn gerade in Zeiten, in denen Politiker das Wort „Sparen“ in den Mund nehmen, überraschen solche Meldungen: 650.000 Euro, Steuergeld wohlgemerkt, hat das „Klimaschutzministerium“ Gewesslers im vergangenen Jahr für Internet-Auftritte ausgegeben.
Brisant: Zum Teil dienten die insgesamt 42 (!) Profile in den sozialen Medien für Eigenwerbung. Experten kritisieren das, denn einige dieser Online-Kanäle haben nur ein paar hundert Nutzer. 29 Profile werden übrigens nicht von den eigenen Mitarbeitern, sondern von externen Agenturen wie jener von Lothar Lockl betreut. Dafür gab Gewessler allein 300.000 Euro (!) aus.
Kopfschütteln bei Branchenkennern
Branchenkenner sind skeptisch, ob hier Steuergeld sinnvoll genutzt wird. Schließlich hätten einige Kanäle der grünen Ministerin nur knapp 200 Abonnenten. Social-Media-Experte Markus Zimmer sagte gegenüber Servus TV:

Hier muss es irgendwo einen Cut und einen Punkt geben, wo ich sage, Okay, ist das der Wert, den wir erreichen wollten. In dem Fall kann ich mir nicht vorstellen, dass 10.000 Euro investiert wurden, um nur 200 Leute zu erreichen.

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Gewessler: Werbekosten für das KlimaTicket
Pro Online-Kanal wurden an die 10.500 Euro ausgegeben. Das rechtfertigte das Büro Gewesslers auf Nachfrage von „Servus Nachrichten“ so:

Das Klimaschutzministerium und seine unterschiedlichen Initiativen und nachgelagerten Dienststellen betreiben aufgrund der vielfältigen Themen unterschiedliche Social-Media-Accounts, um über die Arbeit zu informieren (…). Im Jahr 2022 sind dabei vor allem im Zuge der Kampagne für das KlimaTicket Werbekosten angefallen.

Sparen sollen nur die Bürger
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld, wie ihn ausgerechnet die Grünen in der Vergangenheit immer wieder gefordert haben, sei das nicht, sagte Anti-Korruptionsexperte Martin Kreutner zu den „Servus Nachrichten“. Er, Kreutner, würde sich in der Diskussion darüber wünschen, dass gerade jene, die diesbezüglich das Banner immer hochhalten, mit aktiven Lösungsansätzen kämen.
Lösungsansätze hat Gewessler, die mit dem Privatjet von Katar nach Wien geflogen war und die sich um 143.000 Euro eine „umweltfreundliche“ Klimaanlage ins Büro einbauen lassen hatte, nur für die Bürger. So gab sie den Österreichern allen Ernstes den heißen Tipp, beim Kochen den Deckel auf den Topf zu geben, um Strom zu sparen. Unzensuriert berichtete.

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