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Kultur-Staatsministerin Claudia Roth (Grüne) sieht sich nach Mega-Skandal mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert.

23. Juni 2022 / 07:44 Uhr

Nach Antisemitismus-Skandal: Rücktrittsaufforderungen an Kultur-Staatsministerin Roth

Seit der Eröffnung der renommierten “Documenta “ in Kassel am vergangenen Sonntag steht die Veranstaltung wegen der Ausstellung antisemitischer Exponate im Kreuzfeuer der Kritik. Speziell das mittlerweile abgebaute Judenhass-Gemälde “People’s Justice” der indonesischen Künstlergruppe “Taring Padi” sorgte bundesweit für Empörung. Im Zentrum der Kritik steht zunehmend die verantwortliche grüne Kultur-Staatsministerin Claudia Roth. Es erfolgten erste Rücktrittsaufforderungen.
Zentralrat der Juden fordert personelle Konsequenzen
Zentralrats-Präsident Josef Schuster machte in einem Statement deutlich, dass es nicht bei Worten des Bedauerns bleiben dürfe. „Es muss jetzt über personelle Konsequenzen nachgedacht werden“, so Schuster. Damit gemeint sein können nur Documenta-Chefin Sabine Schormann und die verantwortliche Staatsministerin Claudia Roth.
„Der Skandal disqualifiziert Roth als Kultur-Staatsministerin in höchstem Maße”, schreibt die Jüdische Allgemeine Zeitung. Neben “Documenta”-Chefin Sabine Schormann, Hessens Kunstministerin Angela Dorn (Grüne) und Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD), macht die Zeitung vor allem Claudia Roth für den Skandal verantwortlich. Denn sie habe dem antisemitischen BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) “Tür und Tor” geöffnet. Kuratiert werde die “Documenta” von dem indonesischen Kollektiv „ruangrupa“, dessen Mitglieder zum Teil offene Unterstützer des BDS seien.
Alle Warnungen von Roth ignoriert
“Im Vorfeld dieser renommierten Ausstellung gab es eine ganze Reihe von Warnungen– umso irritierender ist es, dass es nun dennoch zu diesem Skandal gekommen ist”, zitiert die Jüdische Allgemeine eine Sprecherin von Bundeskanzler Olaf Scholz in ihrer Ausgabe vom 22.Juni.
Bereits im April hatte sich Schuster laut Bild-Zeitung in einem Brief an Roth besorgt gezeigt, dass im Rahmen der Ausstellung Antisemitismus und Israelhass propagiert werden könnten. Diesbezügliche Gespräche mit „Documenta“-Chefin Sabine Schormann waren erfolglos verlaufen.
Doch alle Warnungen und Bedenken wurden von Roth beharrlich ignoriert. Mehr noch: Am 11. Juni erklärte sie im Spiegel, dass sie nicht „als Kulturpolizistin über einzelne Kunstwerke den Daumen hebe oder senke“.
Das Resultat ist die “Schande für Deutschland”, wie die Ausstellung bereits tituliert wird. Eine Schande, die Frau Roth durch ihre Ignoranz zu verantworten hat.

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