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Familie beim Einkaufen

Die Europäische Zentralbank steht vor einem Dilemma – und scheint eine Entscheidung getroffen zu haben. Das werden die Bürger beim Einkaufen weiter spüren.

23. Juni 2022 / 07:16 Uhr

Am Scheideweg: Hyper-Inflation oder Ende des Euro – Entscheidung scheint gefallen

In acht Tagen ist es soweit: Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht erstmals seit elf Jahren den Leitzins, und zwar auf 0,25 Prozent. Das wird Kredite (moderat) teurer machen, soll die Sparquote anheben und damit der Teuerung entgegenwirken.
Pendel schwingt in eine Richtung
Klingt logisch und einfach, wird aber die Inflation nicht bremsen. Denn um die gewünschte Wirkung zu entfalten, bräuchte es mehr Mut und einen deutlich höheren Leitzins. Doch die EZB steht vor einem Dilemma und muss sich entscheiden: Entweder bekämpft sie die Inflation oder sie rettet die südlichen Pleitestaaten – beides geht nicht.
Und die Zeichen stehen auf Letzteres: Die angekündigte Anhebung der Zinsen wird die Inflation nicht bekämpfen können. Warum hebt die EZB dann aber die Zinsen nicht stärker an?
Kartenhaus vor Einsturz
Weil sie dann riskiert, dass das Kartenhaus zusammenfällt. Ein Kartenhaus, in dem die weniger tüchtigen Länder weit über ihre Verhältnisse leben, finanziert von den fleißigen germanischen Ländern und Nettozahlern.
Werden Kredite durch eine deutliche Leitzins-Anhebung teurer, können sich die südeuropäischen Pleitestaaten wie Italien, Griechenland, Spanien nicht mehr finanzieren. Und nicht nur das: Der „Green Deal“ – wir erinnern uns, die EU-Kommission will 100 Milliarden Euro bis 2030 dafür investieren –, die Corona-Politik, die Sanktionen gegen Russland und die forcierte Einwanderung von Dauer-Versorgungsfällen wollen finanziert werden.
Gelddruckmaschinen laufen auf Hochtouren
Das alles klappt nur, wenn es keine Zinsen gibt und Geld daher nichts kostet und gleichzeitig Geld in Massen gedruckt wird. Dadurch stieg die Bilanzsumme der EZB auf gigantische 8,81 Billionen Euro – binnen 15 Jahren hat sie sich verneunfacht! Die Bilanzsumme entspricht 84 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) der Eurozone! 40 Prozent der Staatsschulden liegen in der Bilanz der EZB.
Und nun schlägt das eherne Gesetz halt zu: Noch immer hat das massenhafgte Drucken von Geld ohne Gegenwert die Inflation getrieben. Aktuell liegt sie bei 8,1 Prozent in der Eurozone – und nützt den Regierungen. Denn nur so können sich die Staaten – und nicht nur die Pleitestaaten! – entschulden. Auf Kosten der Bürger, die den Gürtel täglich enger schnallen müssen und ihre Ersparnisse verlieren.
Jahrelanger Kaufkraftverlust
Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Bürger seit Jahren unter Kaufkraftverlust leiden. Denn seit Einführung vor 20 Jahren hat der Euro offiziell mehr als 35 Prozent an Kaufkraft verloren.
All das spüren die Bürger jetzt täglich beim Einkaufen. Und die EZB und die nationalen Regierungen tun nichts dagegen. Denn sonst würde das Luftschloss Euro zusammenbrechen. Dann lieber der Bürger.
Am Ende droht der totale Zusammenbruch
Am Ende wird die Rechnung allerdings noch teurer werden, denn ewig hilft das Gelddrucken und Wegschauen auch nicht – und die fahrlässige Geldpolitik der EZB wird Europa vollständig in den Abgrund treiben. Man braucht nur ziemlich genau hundert Jahre in der  Geschichte zurückgehen in die Zeit der großen Weltwirtschaftskrise in den 1920er-Jahren. Was darauf folgte, ist hinlänglich bekannt. Die südlichen Pleitestaaten werden trotzdem zusammenbrechen und jene, die besser gewirtschaftet haben, mitreißen. Die EU wird zerbrechen und Europa auf Schwellenland-Niveau zurückgeworfen, was sich dann auch mit der demographischen Parallelgesellschafts-Entwicklung decken wird. Nur wer noch genug Geld hat, kann in irgendein Steuerparadies flüchten.
Verantwortliche werden sich’s richten
Dann wird die verantwortliche EZB-Chefin Christine Lagarde, ebenso wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und deren Handlanger, aber längst mit einer fetten Pension irgendwo in der Karibik logieren und den von ihr verschuldeten Zusammenbruch der EU aus der Ferne beobachten und sich lächelnd den nächsten Campari-Orange gönnen.

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