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Mädchen friert / Decke

Lebenserhaltungskosten haben für Österreicher Priorität. Sie wollen für den Krieg in der Ukraine nicht frieren und hungern müssen.

22. Juni 2022 / 19:18 Uhr

Österreicher wollen für die Ukraine nicht hungern und frieren

Würden Sie hungern und frieren wollen, um den Preis, ein „Zeichen“ gegen den Angriffskrieg von Wladimir Putin auf die Ukraine zu setzen und dafür Teuerungen in Kauf nehmen? Diese Frage wurde sinngemäß rund tausend Österreichern gestellt. Die Mehrheit sagte nein.
Lebenserhaltungskosten haben Priorität
Laut einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage stimmten 51 Prozent der Österreicher der Aussage nicht zu, dass „die Bereitschaft zur Verteidigung gemeinsamer europäischer Werte wie Freiheit und Demokratie“ im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wichtiger sei als Energiepreise und Lebenshaltungskosten.
Konkret zum Anstieg der Energiepreise befragt, erklärten in Österreich 62 Prozent, sie seien nicht bereit, diese mitzutragen. Zum Anstieg der Lebensmittelpreise gaben 63 Prozent der Österreicher an, nicht bereit zu sein, diese hinzunehmen.
Befragung im April und Mai
Die Umfrage wurde im Auftrag des Europäischen Parlaments im April und Mai EU-weit mit 26.580 Interviews durchgeführt. Österreich liegt mit dem Ergebnis unter dem europäischen Durchschnitt, bei dem 59 Prozent bereit wären, die Folgen von Sanktionen mitzutragen.
Sanktionen schaden EU-Bevölkerung
Vielleicht haben die Österreicher schon mehr als die anderen Menschen in Europa mitbekommen, dass die von der EU verhängten Sanktionen nur ein Schuss ins eigene Knie sind. Zuletzt gab es Berichte, dass Indien billiges Rohöl von Russland einkauft, es dann raffiniert und später in Form von Benzin und Diesel an europäische Staaten teuer weiterverkauft. Öl aus Russland, dass die EU eigentlich nicht haben wollte. Noch dazu über Schiffstransporte, die das alles noch einmal teurer machen, während die um Milliarden errichtete Pipeline „Nord Stream 2“ aus Russland weiterhin nicht in Betrieb gehen darf.

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