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Fußballprofi Martin Hinteregger musste sich rechtfertigen, weil er im Zuge eines Hobbyfußballturniers ein gemeinsames Fest mit einem Ex-FPÖ-Gemeinderat im Schloss Albeck (Bild) veranstalten wollte.

14. Juni 2022 / 14:03 Uhr

Ex-FPÖ-Gemeinderat: „Anscheinend darf man mit Menschen meiner politischen Gesinnung nicht zusammenarbeiten“

Darf man mit einem FPÖ-Politiker in Österreich eine geschäftliche Verbindung haben? Diese Frage stellt sich, nachdem der in der linksextremen Szene „beheimatete“ Journalist Michael Bonvalot gegen den früheren freiheitlichen Gemeinderat in Graz, Heinrich Sickl, eine selten da gewesene Schmutzkübel-Kampagne ins Laufen gebracht hat. Unzensuriert berichtete.
Wegen übler Nachrede vor Gericht
Bonvalot, der im Mai 2021 wegen übler Nachrede vor Gericht stand, wertete es als einen Skandal, dass der Fußballprofi Martin Hinteregger den „Hinti-Cup“, ein Hobbyfußballturnier in seiner Kärntner Heimat Sirnitz, mit einem Geschäftspartner ausrichten wollte, der einmal ein Mandatar der Blauen war. Der Startschuss einer menschenverachtenden medialen Hetze gegen Martin Hinteregger und gegen den Ex-FPÖ-Gemeinderat Heinrich Sickl war damit gegeben.
Tolle Großveranstaltung zerstört
Gegenüber unzensuriert meinte Heinrich Sickl, dass in den vergangenen Tagen viel über ihn geschrieben worden wäre, doch es interessiere in den Medien nur die wenigsten, was er wirklich denke. Mit einer gegen seine Person gerichteten Kampagne wäre eine tolle Großveranstaltung zerstört worden. Der „Festi:Ball“ im Rahmen des Fußballturniers, das aufgrund der medialen Hetze abgesagt wurde, hätte viel Freude, Freunde und Gäste in die Gemeinde bringen sollen, so Sickl, der mit Begeisterung daran mitgearbeitet hätte. Wörtlich sagte er:

Anscheinend darf man mit Menschen meiner politischen Gesinnung nicht zusammenarbeiten.

Toleranz und Weltoffenheit seit 34 Jahren gelebt
Sickl, der Sohn der früheren FPÖ-Ministerin Elisabeth Sickl und Ex-Gemeinderat in Graz, kehrte wieder in seine Kärntner Heimatgemeinde Sirnitz zurück, um den Kulturbetrieb in dem im Familienbesitz stehenden Schloss Albeck zu übernehmen. Dort, so Heinrich Sickl, würde seit 34 Jahren Toleranz, Weltoffenheit und Zusammenarbeit mit Andersdenkenden glaubwürdig gelebt – und diese Linie wolle er auch fortsetzen.
In den vergangenen Jahren gab es im Schloss Albeck unzählige Konzerte, Ausstellungen, Theateraufführungen von nationalen und internationalen Künstlern wie Otto Schenk, Bluatschink, Franziska Pietsch und vielen weiteren mehr.
„Muss mich für gar nichts rechtfertigen“
Sickl sagte gegenüber unzensuriert:

Ich bin ein unbescholtener Bürger, der sich für genau gar nichts zu rechtfertigen hat. Meine Position ist Teil des demokratischen Spektrums. In einer Demokratie kann es nicht sein, dass die Zugehörigkeit zu einer legitimierten politischen Partei, die Ausübung eines freiheitlichen Mandates und eine freiheitliche Gesinnung der Grund für Ausgrenzung ist. Die Meinungsfreiheit ist ein großes Gut, für das immer einzustehen ist. Mir versucht man, diese Freiheit abzuerkennen. Dieser Entwicklung ist unbedingt Einhalt zu gebieten.

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