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Atomkraftwerk

Atomkraftwerke sollten in der BRD eigentlich der Vergangenheit angehören. So wollten es zumindest die Politiker aller etablierten Parteien. Doch wegen des Ukraine-Kriegs kommt nun ein unerwarteter Vorstoß aus Richtung der Union.

4. Juni 2022 / 06:56 Uhr

Renaissance für die Kernkraft in Deutschland?

Die Unions-Fraktion im BRD-Bundestag hat sich in einem Arbeitspapier für die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken ausgesprochen. „In der aktuellen Situation wäre es doch völlig unsinnig, die noch am Netz befindlichen Kernkraftwerke planmäßig zum Jahresende abzuschalten“, begründete der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Steffen Bilger (CDU) die Idee laut Bild-Zeitung.
Forderung an die Grünen
Konkret fordert die Fraktions-Arbeitsgruppe für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz „ein Gesetz zum Weiterbetrieb der bestehenden Kernkraftwerke Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 über das Jahr 2022 hinaus“. Zudem solle geprüft werden, drei Atomkraftwerke, die 2021 vom Netz genommen wurden, noch weitere fünf Jahre laufen zu lassen, um Deutschland mit Energie zu versorgen.
Die CSU-Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber forderte die Grünen auf, dem Weiterbetrieb zuzustimmen. „Dass ausgerechnet grüne Minister länger auf Kohlekraftwerke setzen, entbehrt jeglicher klimapolitischen Vernunft. Am endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie ändert unser Vorschlag nichts“, sagte sie der Bild. Was daraus wird, bleibt abzuwarten. Vielleicht werden die Grünen nach ihrem Pazifismus nun auch ihr „Nein zur Kernenergie“ ad acta legen?

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