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Karl Nehammer

Die Frau des Bundeskanzlers, Katharina Nehammer, spielt eine undurchsichtige Rolle in den Regierungsgeschäften. Die FPÖ fordert nun Antworten.

14. April 2022 / 22:38 Uhr

„Schattenkanzlerin“? FPÖ fordert Aufklärung rund um dubiose Rolle Katharina Nehammers

Hinter vorgehaltener Hand wird sie bereits als „Schattenkanzlerin“ bezeichnet, spätestens seit der „Cobra-Affäre“ rund um die betrunkenen Leibwächter von ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer kennt sie das ganze Land. Die Rede ist von Katharina Nehammer, der Frau des Kanzlers und einer scheinbar gewichtigen Person in den Regierungsgeschäften. Die FPÖ will dieser dubiosen Rolle nun auf den Grund gehen.
FPÖ will Auskunft über Rolle der Kanzler-Gattin
Wie berichtet, brachte die FPÖ eine Serie von parlamentarischen Anfragen ein, die sich nun unter anderem genauer der undurchsichtigen Rolle Katharina Nehammers in der Bundesregierung widmen.
Denn die Vorfälle der jüngeren Vergangenheit sowie ihre offensichtliche Involvierung in Regierungsgeschäfte lassen den Verdacht aufkommen, dass die Frau des Bundeskanzlers Fäden zieht, die vor der Öffentlichkeit verborgen werden sollen. Was wiederum die Fragen aufwirft, wer ihre diese Kompetenzen einräumt, ob sie dazu überhaupt berechtigt ist und was das letztlich den Steuerzahler kostet.
Kanzler-Gattin als neues „ÖVP-Mastermind“?
Als ehemalige Pressesprecherin von Ex-ÖVP-Innenminister Wolfgang Sobotka sowie von ÖVP-Verteidigungsministerin Klaudia Tanner ist Nehammer bestens mit der ÖVP-Führungsriege vernetzt. Zudem arbeitete sie bis zuletzt in der ÖVP-nahen PR-Agentur von Gregor Schütze, die nun wiederum ihrem Gatten, dem Kanzler, beratend zur Seite steht.
Nach dem Abgang der türkisen Berater- und Medienriege von Ex-Kanzler Sebastian Kurz aus dem Bundeskanzleramt (BKA) dürfte Nehammers Gattin diese Rolle nun ausfüllen, ohne dass jedoch für die Öffentlichkeit klar ersichtlich ist, ob sie dafür bezahlt wird und welche Ressourcen ihr von Seiten der Regierung zur Verfügung gestellt werden. Denn offiziell bekleidet Katharina Nehammer keine Funktion im BKA und dementiert auch entsprechende Berichte. Gerüchten zufolge dürfte ihr „Engagement“ allerdings so weit gehen, dass sie selbst an Ministerratssitzungen hin und wieder teilnimmt, was eigentlich verboten wäre.
Fragwürdige Reisebegleitung
Die FPÖ will nun unter anderem wissen, ob Katharina Nehammer eine permanente Zutrittsberechtigung für das Bundeskanzleramt und/oder die Räumlichkeiten des Kabinetts des Bundeskanzlers besitzt, ob es eine berufliche Verbindung zwischen dem BKA und Frau Nehammer gibt und welche Ressourcen sie zur Verfügung gestellt bekommt.
Ebenso möchte man wissen, wie es dazu kam, dass Frau Nehammer den Kanzler bei seiner diplomatischen Reise nach Berlin begleitete und dort auch mit Wladimir Klitschko zusammentraf. Man will ebenso den Zweck der Reisebegleitung sowie die Kosten und wer diese getragen hat in Erfahrung bringen. Hafenecker dazu:

Der Bundeskanzler versteht sein Amt offensichtlich als ÖVP-Familienbetrieb, wo die eigene Frau und von der ÖVP engagierte Berater die Marschrichtung vorgeben. Das Bundeskanzleramt sowie das Außenministerium haben genügend erfahrene Diplomaten, die hier als Berater herangezogen werden sollten.

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