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Santiago Abascal

Santiago Abascal, der Vorsitzende von Spaniens rechter Vox-Partei, kann sich erstmals über drei Ministerposten freuen.

13. April 2022 / 17:25 Uhr

Vox-Partei als großer Wahl-Gewinner in Spaniens größter Region

Die Vox-Partei von Santiago Abascal setzt ihren Aufstieg fort und bekommt nach der Wahl in Spaniens größter Region Kastilien-Leon erstmals Ministerposten.
13 Vox-Abgeordnete im Parlament in Valladolid
Die in der größten autonomen Region Spaniens seit Jahrzehnten regierende konservative Volkspartei (PP) hatte die Wahlen vorgezogen, um die absolute Mehrheit zu erobern. Am Ende wurde sie zwar stärkste Partei, gewann aber nur zwei Mandate dazu. Daher folgte auf eine kurze Wahlparty der politische Kater, denn es war ein bitterer Sieg. Als drittstärkste Kraft zieht Vox mit 13 Abgeordneten ins Parlament in Valladolid ein, bisher war es nur einer.
Mögliche Alternative für ganz Spanien
Heute, Mittwoch, wurde die Regierungsbeteiligung der Vox bestätigt, die nun drei Ministerposten im Kabinett von Regionalpräsident Alfonso Manueco von der konservativen Volkspartei sowie den Parlamentsvorsitz erhält. Vox-Parteichef Abascal sagte:

Diese Koalitionsregierung ist eine mögliche Alternative für ganz Spanien.

Auch schon in Andalusien erfolgreich
Die Vox-Partei war erst im Dezember 2013 von früheren Mitgliedern der Partido Popular (PP) gegründet worden und feiert seither einen Erfolg nach dem anderen. Vox war 2018 erstmals im südlichen Andalusien ins Regionalparlament eingezogen.
International „rechtspopulistisch“, in Österreich „rechtsextrem“
Interessant ist, wie Medien die Partei von Abascal einordnen. In österreichischen Medien wird Vox – zum Beispiel auf der Internetseite des ORF – als „rechtsextrem“ und „ultrarechts“ bezeichnet, international, etwa in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung oder in der Neuen Zürcher Zeitung, wird Vox als „rechtspopulistisch“ eingeordnet.

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