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Emmanuel Macron

Der amtierende Präsident Emmanuel Macron (im Bild links) konnte sich im ersten Wahldurchgang gegen seine aussichtsreichste Herausforderin Le Pen deutlich durchsetzen.

10. April 2022 / 20:10 Uhr

Erster Wahlgang bei Präsidentschaftswahl: Macron und Le Pen in Stichwahl

Der amtierende Präsident Emmanuel Macron hat den ersten Wahlgang für sich entschieden. Mit nach ersten Hochrechnungen 28 Prozent erringt er mehr Stimmen, als die Umfragen zuletzt ergeben hatten.
Zwei entscheidende Themen unmittelbar vor Wahl
Denn der ehemalige Rothschild-Banker geriet zuletzt in die Defensive, nachdem bekannt wurde, dass in Macrons Amtszeit Berater auf Steuerzahlerkosten bezahlt wurden, wie nie zuvor. Wenige Tage vor der Wahl leitete die französische Finanzstaatsanwaltschaft schließlich eine Voruntersuchung wegen des Verdachts auf Steuerbetrug ein.
Außerdem gelang es Macron und den ihn stützenden Mainstream-Medien nicht mehr, das Thema der zunehmenden Ausländergewalt aus der Debatte draußen zu halten. Denn im Februar war ein Jude misshandelt und verprügelt worden, der starb, als er vor dem Mob fliehen wollte. Nach außen wurde dies als Unfalltod dargestellt. Doch die Familie forschte auf eigene Faust nach und machte ein Video ausfindig, das den eigentlichen Tathintergrund zeigte. Das rückte das Thema der inneren Sicherheit und der Einwanderung kurz vor der Wahl wieder in den Blickpunkt.
Le Pen gewinnt überraschend viel
Doch die Themen kamen zu knapp vor der Wahl auf die Tagesordnung, sodass sie der rechten Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen nicht für ein Kopf-an-Kopf-Rennen helfen konnten.
Le Pen kommt nach aktuellen Hochrechnungen auf 23 Prozent, der zweite rechte Kandidat Eric Zemmour kommt auf 7,2 Prozent der Stimmen.
Somit treten Macron und Le Pen bei der Stichwahl in zwei Wochen gegeneinander an.
Deja-vu unter geänderten Rahmenbedingungen
Dabei handelt es sich um ein Deja-vu, denn bereits vor fünf Jahren hieß es Macron gegen Le Pen. Damals endete der erste Wahlgang mit 24,0 Prozent für Macron und 21,3 Prozent für Le Pen, die Stichwahl entschied Macron mit zwei Drittel der Stimmen für sich in einem Kampf „alle gegen Le Pen“.

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