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Andreas Spangring / Bank-Buchung

FPÖ-Bundesrat Andreas Spanring überwies die 300-Euro-Strafe für die alleinerziehende Mutter an die Bezirkshauptmannschaft Korneuburg.

31. März 2022 / 16:16 Uhr

„Kasperltheater“-Aussage: FPÖ-Bundesrat zahlt 300-Euro-Strafe für alleinerziehende Mutter an Bezirkshauptmannschaft

FPÖ-Bundesrat Andreas Spanring konnte es kaum fassen, als er in der Zeitung Heute über die 300-Euro-Strafe für eine alleinerziehende Mutter las, die ihr von der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg für einen „Kasperltheater“-Ausspruch aufgebrummt worden war. Kurz entschlossen übernahm Spanring das Bußgeld für die Frau. Er zahlte den Betrag aus eigener Tasche.
Wut-Brief nach Corona-Ärger
Zur Vorgeschichte: Weil sich eine 26-jährige Frau aus dem Bezirk Korneuburg über das Corona-Chaos ärgerte und lange auf den Bescheid von der Bezirkshauptmannschaft warten musste, um wieder arbeiten gehen zu können (der Firmenchef drängte sie bereits dazu), verfasste sie einen Wut-Brief an die Behörde. Es sei eine bodenlose Frechheit, so die Pädagogin, „keiner von euch kann eine gescheite Auskunft erteilen“. Weiters sprach sie von einem „Kasperltheater“, das sie jedenfalls nicht mehr mitmachen wolle.
Bezirkshauptmannschaft bei Strafe schnell
Bei Corona-Angelegenheiten dem Vernehmen nach nicht so schnell, ging es bei der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg diesmal rasch: Auf dieses Mail der alleinerziehenden Mutter antwortete die Behörde mit einer saftigen 300-Euro-Geldstrafe.
Warum diese Strafe so hoch sei, wollte beziehungsweise konnte der Bezirkshauptmann gegenüber Heute nicht erklären. Er meinte nur kryptisch:

Das von Ihnen genannte Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Es können daher keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

„Kann Unmutsäußerung der Frau nachvollziehen“
Gegenüber unzensuriert sagte FPÖ-Bundesrat Spanring:

Als ich den Artikel gelesen habe, habe ich mich sofort geärgert. Zuerst als Behörde nicht reagieren und dann beleidigt sein und eine Strafe ausstellen. Das geht so nicht! Da ich aus mehreren Erzählungen weiß – und es auch selbst miterleben durfte – wie chaotisch es oftmals mit 1450 und den Behörden abgelaufen ist, kann ich die Unmutsäußerung der jungen Frau nachvollziehen! Deshalb eine 300-Euro-Strafe einer jungen, alleinerziehenden Mutter umzuhängen, finde ich ungerechtfertigt. Die Mutter hätte die Strafe in Raten abzählen müssen. Somit war es für mich klar, dass ich helfen werde! Hier ist offenbar die Strafe genauso ungerechtfertigt und unverhältnismäßig wie die zuvor von dieser Regierung verhängten Corona-Maßnahme selbst.

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