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Thomas Szekeres

Niederlage bei der Ärztekammerwahl: Die Tage von Thomas Szekeres als Präsident sind wohl gezählt.

24. März 2022 / 14:45 Uhr

Abstimmung mit den Füßen: Impf-Kurs abgewählt, Grüne vor Scherbenhaufen

Es sind die Grünen, die in der aktuellen Bundesregierung den Gesundheitsminister stellen. Mittlerweile den dritten: Nach Rudolf Anschober und Wolfgang Mückstein ist nun Johannes Rauch am Zug und gibt den Takt in der Corona-Politik an.
Strikter Impf-Kurs
Dabei standen und stehen alle grünen Minister für die Corona-Impfung als allheilbringendes Wundermittel gegen Covid-19, gerne auch in Form einer Impfpflicht.
Doch sind es gerade die Grünen, die bei der aktuellen Ärztekammerwahl abgestraft wurden. Mit 5,5 Prozent ist es nicht nur ein erbärmliches Abschneiden, sondern wohl auch die Quittung für die drei grünen Gesundheitsminister und ihre politische Linie.
Roter Kammerpräsident angezählt
Aber noch jemand bekam eine Quittung: niemand geringerer als der derzeitige Präsident der Wiener Ärztekammer, Thomas Szekeres. Der der SPÖ nahestehende Impflobbyist landete, wie schon zuletzt, wieder auf Rang zwei.
Falsche Behauptungen
Im November 2020 hatte der Linke in einem „ZiB“-Interview behauptet, dass es nachgewiesen sei, dass die Corona-Impfung vor einer Infektion schütze und keine Nebenwirkungen auftreten. Eine Impfpflicht, selbst für das Gesundheitspersonal, schloss er damals aus. Einige Monate später, synchron zur Absage der Regierung an die Freiheit, die Kehrtwende von Szekeres.
Gegen Ärzte, die ihre Patienten aufgrund von Risiken und Nebenwirkungen von der Corona-Impfung abrieten, ging er rigoros vor und drohte Disziplinarverfahren an. Jeder Kritiker der schwarz-grünen Regierungslinie, als deren verlängerter Arm Szekeres agierte, sollte mundtot gemacht werden.
„Ärzte für Ärzte“ fast gleichauf
Und nun erhielt er also die Quittung für sein Handeln. Seine Liste „Team Thomas Szekeres“ erreichte wieder – zwar drei Mandaten mehr, aber immer noch nur – Platz zwei und gerade einmal drei Mandate mehr (20) als die Liste „Ärzte für Ärzte“ (17). Auf Platz eins landete die ÖVP-nahe Ärztevereinigung mit 26 Mandaten. Einen großen Erfolg fuhr die impfkritische Liste der MFG ein: sechs Mandate aus dem Nichts heraus.
Damit dürften aber auch die Tage von Szekeres als Ärztekammerpräsident gezählt sein. Denn warum sollte die ÖVP als stimmenstärkste Fraktion die Nummer zwei zum Chef wählen? Noch dazu eine so umstrittene Persönlichkeit? Szekeres´ Ankündigung, eine Zusammenarbeit mit der MFG auszuschließen, ist in Anbetracht dessen geradezu entzückend. Am 3. Mai findet die konstituierende Sitzung statt, dann wird man es wissen.

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