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Noch vor einigen Tagen stellte sich Kanzler Nehammer medienwirksam vor die von ihm ungeliebte Neutralität, nur um heute, Mittwoch, Lobeshymnen auf die Nato zu singen.

9. März 2022 / 21:28 Uhr

Von wegen „Österreich bleibt neutral“: Nehammers peinliche Anbiederung an die Nato

ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer verkauft das österreichische Volk offensichtlich für dumm. Nachdem er öffentlich die „aufgezwungene Neutralität“ unseres Landes beklagt hatte und nun plötzlich medienwirskam eine Lanze FÜR die Neutralität brach, biederte er sich bei der erst besten Gelegenheit gleich wieder an das transatlantische Militärbündnis Nato an – und torpediert einmal mehr die verfassungsmäßige Neutralität.
„Umsicht der Nato verhindert Weltkrieg“
Anlässlich des Staatsbesuches des polnischen Premiers Mateusz Morawiecki in Wien, vergriff sich Nehammer erneut im Ton. In einer geradezu martialischen Lobeshymne auf die Nato meinte der Kanzler, die „Umsicht“ des Militärbündnisses verhindere gerade einen neuen Weltkrieg. Zudem ließ Nehammer erneut keine Möglichkeit aus, Russland und Präsident Wladimir Putin mit provokanten Aussagen vor den Kopf zu stoßen, etwa als er befürwortete, die „Sanktionen so lange gegen Russland zu erhöhen, bis der Krieg aufhört“.
Dass die Nato mit ihrer Osterweiterung und ihren Waffenlieferungen an die Ukraine den wohl größten Anteil an der derzeitigen militärischen Eskalation hat, dürfte dem ÖVP-Kanzler freilich egal sein. Lieber heute als gestern würde er Österreich wahrscheinlich als Teil des transatlantischen Militärbündisses sehen und heimische Soldaten in Kriege in aller Welt schicken.

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