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Anna Netrebko

Kann über die Musik eine Brücke für den Frieden gebaut werden? Vielleicht. Fest steht jedoch, dass sich Christian Thielemann schützend hinter die Star-Sopranistin Anna Netrebko gestellt hat.

8. März 2022 / 19:26 Uhr

Staatskapellenchef gegen russenfeindliche Hetze in der Kunstszene

Der Chef der Dresdner Staatskapelle, Christian Thielemann, hat kein Verständnis für das aktuelle Russen-Mobbing in der Kunstszene. In München wurden dieser Tage die Engagements des russischen Dirigenten Valeri Gergijew und der Star-Sopranistin Anna Netrebko gekündigt, weil sie sich nicht eindeutig vom russischen Einmarsch in der Ukraine distanziert haben.
Wer sich nicht distanziert, fliegt
Thielemann lehnt das ab. „Mir ist bei dieser Diskussion ein bißchen zu viel Häme oft im Spiel“, sagte er zu dem Thema. Gergijew sei ein großartiger Dirigent. „Ich kenne ihn auch persönlich recht gut. Wir haben nie über Politik gesprochen. Aber ich muß sagen, ich bewundere ihn sehr.“ Gergijew sei einer der Kollegen, bei denen er gern ins Konzert gehe. Davon wollen die etablierten Medien jedoch nichts wissen.
Für sie ist klar: Wer sich nicht von Putin distanziert, der muss weg. Die BRD-Blockmedien sind also bereits voll auf Kriegskurs. Die Folgen tragen die Leser, für die nun Lebensmittel, Benzin und vieles mehr teurer werden.
Linke haben keinen Geldmangel
Aber das interessiert die gut bezahlten linken Journalisten eher wenig. Sie interpretieren alles nur in ihrem Sinne. Zudem blenden die Medien eines gerne aus: Wenn Putin tatsächlich ein schlimmer Despot wäre (von dem sie ja immer behaupten, dass er es wäre), wäre das Dümmste was russischstämmige Promis im Westen machen könnten, sich von ihm zu distanzieren, weil dann ihre in Russland lebenden Freunde und Verwandten zur Zielscheibe gemacht würden.
Staatskapellenchef vermisst Menschlichkeit
Nicht wenige lassen sich mitreißen und stimmen ein in die russenfeindliche Hetze. Nicht so Herr Thielmann. Er betont klar und deutlich sein sehr gutes Verhältnis zur Sopranistin Anna Netrebko. Nachdem die Bayerische Staatsoper in München ihre nächsten Auftritte abgesagt hatte, kündigte die Sängerin von sich aus weitere geplante Vorstellungen. Thielemann sagte, die Entwicklung tue ihm sehr leid, weil die künstlerischen Leistungen von Netrebko und Gergijew unglaublich gut seien. Wenn man diese nicht mehr hören könne, sei das sehr schade: „Mir fehlt bei dieser Diskussion ein bisschen der menschliche Aspekt.“

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