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Die freiheitlichen Frauen kritisieren die noch immer bestehende Einkommens-Schere zwischen Mann und Frau. Dies führe auch zu niedrigeren Pensionen bei Frauen und zu Alters-Armut.

7. März 2022 / 13:06 Uhr

FPÖ zum Frauentag: Frauen sind von Armut stärker betroffen

Die freiheitlichen Frauen und Parlamentarierinnen Rosa Ecker und Edith Mühlberghuber sowie die Wiener Landtagsabgeodnete Veronika Matiasek haben anlässlich des morgen, Dienstag, stattfindenden internationalen Frauentags sämtliche Problemstellungen bei Frauen als auch Forderungen präsentiert.
Einkommens-Schere schließt sich nicht
Eines der Themen ist die Einkommens-Schere. Frauen verdienen weitaus weniger als Männer bei gleicher Leistung. „Die Schere schließt sich derart langsam, dass keine Frau mehr glaubt, dass das (die Schließung) passieren wird“, beklagt Ecker. Die aktuelle Lohn-Transparenz sei zwar zu begrüßen, ändere aber am Stand nichts. Die niedrigen Einkommen würden sich auch beim Pensionsbezug bemerkbar machen. „Es gibt Pensionistinnen, die mit weniger als 600 Euro auskommen müssen“, so Ecker.
Gewalt an Frauen ist importiert
Ecker kam weiters auf die Gewalt an Frauen zu sprechen. Die Bundesregierung habe mittlerweile eine „Notruf-App“ eingerichtet, allerdings finde man diese sehr schwer. Die Frauensprecherin weist außerdem darauf hin, dass viele Gewalttaten an Frauen durch Ausländer begangen würden, weshalb von einer importierten Gewalt gesprochen werden müsse.
Hohe Inflation und steigende Energiepreise würden Frauen ebenfalls zu schaffen machen. Vom von der Bundesregierung versprochenen Energiebonus hat Ecker noch nichts gesehen. Sie glaubt, dass dieser an der Umsetzung scheitern werde. Die 150 Euro einmalig seien ohnehin nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Immer weniger Kinder in Österreich
Mühlberghuber, sie ist Familiensprecherin der FPÖ, warnte vor der sinkenden Geburtenrate Österreichs, mit der das Sozialversicherungssystem langfristig nicht mehr zu finanzieren sei. Jede Frau in Österreich bekomme im Durchschnitt nur 1,44 Kinder. Die hohen Kosten für Kinder, der Umstand, dass Frauen Karriere machen und sich selbstverwirklichen wollen, aber auch die unsichere Zukunft hätten dazu beigetragen, dass sich immer weniger Frauen für ein Kind entscheiden. Auch die Corona-Krise und die Impfpflicht hätten eine Rolle gespielt. Der Baby-Boom sei nicht eingetreten. Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bestärken Frauen in ihrer Entscheidung.
Familienleistungen jährlich an Inflation anpassen
Mühlberghuber fordert sowohl eine kostenlose Nachmittags-Kinderbetreuung, als auch eine gesetzlich verankerte jährliche Inflations-Anpassung der Familienleistungen wie die Familienbeihilfe oder das Kinderbetreuungsgeld.
Matiasek, die auch Seniorensprecherin der FPÖ im Wiener Landtag ist, beklagte, dass Frauen stärker von Altersarmut bedroht seien. Vor allem bei Kleinstpensionen brauche es spürbare Erhöhungen. Auch die Alterseinsamkeit thematisierte sie. Die Corona-Pandemie habe das übrige dazu getan. Die Betreuung durch die mobilen Pflegedienste müsse deutlich aufgestockt werden, forderte sie.
Wichtige Themen für Senioren seien der Internetbetrug, Sicherheit, Raub und Diebstahl. Unter den Tätern seien auch Angehörige und Pflegepersonen. Matiasek fordert intensive Warnung und Aufklärung, die von der öffentlichen Hand gefördert werden soll.

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