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Susanne Raab

Gerät nach den Plagiats-Vorwürfen nun auch ÖVP-Familienministerin Susanne Raab in die politische Bredouille?

7. Januar 2022 / 19:37 Uhr

„Plagiate und Quatsch“: Vorwürfe gegen ÖVP-Ministerin Susanne Raab

Schon wieder eine Plagiats-Affäre in der Bundesregierung? Der bei den Türkisen bereits gefürchtete „Plagiatsjäger“ Stefan Weber hat auf seinem Blog plagiatsgutachten.com schwere Vorwürfe gegen ÖVP-Familenministerin Susanne Raab erhoben.
Gleich im Titel seines Beitrages heißt es:

Zahlreiche Plagiate und Quatsch auch in der Diplomarbeit von Frauen- und Integrationsministerin Susanne Raab.

Grundregeln ihres Fachs nicht beherrscht
Sie habe die wissenschaftlichen Grundregeln ihres Fachs nicht beherrscht, schreibt er in seinem Blog. Ob sie „getäuscht“ habe oder nicht, erscheine ihm nicht wichtig, so Weber. „17 Plagiatsfragmente“ habe er „auf 84 Seiten Fließtext gesichert, im Umfang von oft bis zu einer halben Seite.“ Davon betroffen seien auch ein Absatz des eigenen Fazits sowie Hypothesen. „Lästige Fehler“ will Weber ebenfalls festgestellt haben, so sei der österreichische Psychiater Viktor E. Frankl in Raabs Diplomarbeit zu „Frank“ geworden.
Behauptungen an den Haaren herbeigezogen
Gegenüber der APA hieß es aus dem Büro der Ministerin:

Man kommentiere „abstruse Konstruktionen von selbsternannten Plagiatsjägern nicht“, hieß es unterdessen aus dem Büro der Ministerin. „Jeder, der sich seriös mit Wissenschaft beschäftigt, wird zu dem Schluss kommen, dass die Behauptungen an den Haaren herbeigezogen sind.“

ÖVP-Arbeitsministerin nahm den Hut
Mit ähnlichen Vorwürfen hatte Weber in der Vergangenheit bereits mehrere Politiker konfrontiert, nicht zuletzt die ehemalige Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP). Sie trat nach der Plagiatsaffäre zurück, durfte ihren Magistertitel schlussendlich aber behalten.
Nehammers Masterarbeit schwach, aber kein Plagiat
Auch ÖVP-Bundeskanzler Karl Nehammer geriet in den Verdacht, bei der Erlangung des akademischen Grades „Master of Science“ (MS) geschwindelt zu haben. Nach Prüfung der Masterarbeit kam „Plagiatsjäger“ Weber aber zum Schluss:

Die Qualität ist nicht gut, aber kein Plagiat.

Tatsächlich lieferte Nehammer als Masterarbeit die reinste ÖVP-Propaganda ab.

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