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impfbus und Omikron-Virus-Darstellung

Verliert die Impfpflicht mit Omikron jede Berechtigung? Von der Regierung anerkannte Experten sind jedenfalls auf einer Linie mit FPÖ-Parteichef Herbert Kickl.

5. Januar 2022 / 09:49 Uhr

Omikron macht Regierung bei Impfpflicht Strich durch die Rechnung

Wird die Coronavirus-Mutation Omikron „Game Changer“ ohne Impfpflicht? Die dänische Virologin Tyra Grove Krause hofft aufgrund der Durchseuchung auf ein „Pandemie“-Ende in zwei Monaten und gestern, Dienstag, überraschte der Epidemiologe Gerald Gartlehner in der „ZiB 2“ mit der Aussage, dass die Bundesregierung nach Ende der Omikronwelle die geplante Impfpflicht ab 1. Februar „neu überdenken“ soll.
Immunschutz im großen Ausmaß
Gartlehner, ein so genannter Experte, dem die Regierung bisher Gehör schenkte, blickt also ähnlich optimistisch in die nahe Zukunft wie seine Ärzte-Kollegin aus Dänemark. Er sagte in der „ZiB 2“:

Wir müssen davon ausgehen, dass wir nach der Omikronwelle ein Ausmaß an Immunität in der Bevölkerung erreicht haben, wie wir es während der Pandemie noch nie hatten. Dieser Immunschutz wird vor allem gegen schwere Infektionen wirken. Deshalb soll man nach der Welle die Impfplicht neu bewerten und diskutieren.

Wenn keine neuen Varianten mehr kommen, so Gartlehner weiter, „dann glaube ich , dass wir nach der Omikronwelle keine vierte Impfung mehr brauchen werden“. Allerdings räumte er ein, dass vor allem Ältere beziehungsweise Risikopatienten sowie Mitarbeiter in kritischer Infrastruktur eine vierte Impfung brauchen würden.
Statt Fluch vielmehr ein Segen
In die gleiche Kerbe stößt auch die dänische Chef-Epidemiologin Tyra Grove Krause. Sie sagt, dass die zuerst in Südafrika entdeckte Virus-Variante statt ein Fluch vielmehr ein Segen sein könnte. In einem Gespräch mit dem dänischen Sender TV 2 sagte sie:

In zwei Monaten werden wir unser normales Leben wiederhaben.

Eine Studie des Serum-Instituts, dem Krause vorsteht, habe nämlich ergeben, dass das Risiko einer Spitalseinweisung bei der Omikron-Variante nur halb so hoch sei wie bei der Delta-Variante. Zwar würde Omikron in den kommenden Monaten noch für eine massive Ausbreitung der Infektionen sorgen. Allerdings, so die dänische Ärztin:

Wenn es vorbei ist, sind wir in einer besseren Lage als vorher.

Ganz verschwinden werde das Coronavirus laut Krause allerdings auch nach zwei Monaten nicht:

Langfristig gesehen sind wir in einer Situation, in der das Coronavirus zwar da ist, aber wir haben es eingedämmt, und nur die besonders gefährdeten Personen müssen bis zur nächsten Wintersaison geimpft werden.

„Impfzwang verliert jede Rechtfertigung“
Auf einer Linie mit den Epidemiologen ist FPÖ-Parteichef Herbert Kickl, der sagt:

Mit Omikron verliert der Impfzwang jede Rechtfertigung.

Auf seiner Facebook-Seite führte Kickl die Gründe für seine Feststellung konkret aus:

Die bisherigen Erkenntnisse über den Verlauf der Omikron-Variante entziehen dem von der Regierung angestrebten Impfzwang jeden Rest einer Rechtfertigung. Der Anteil der ungeimpften Omikron-Betroffenen ist etwa aktuell in Deutschland sogar niedriger als der Anteil derer, die bereits drei Stiche erhalten haben. Eine weitere Verschärfung von Maßnahmen, wie sie die österreichische Regierung offenbar plant, ist daher nicht nötig. Unser Plan B: Wer krank ist, soll zu Hause bleiben. Die Ärzte sollen die Kranken frühzeitig behandeln. Und wer möchte, kann sich – so wie auch gegen Grippe – impfen lassen.

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