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Sebastian Kurz / Maske

Die berufliche Reise von Ex-ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz geht in die USA, wo er bei Investor Peter Thiel einen Managerjob bekommt.

31. Dezember 2021 / 09:31 Uhr

Entzieht sich Ex-ÖVP-Kanzler Kurz mit einem „Houdini-Trick“ der Justiz?

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wird Ex-ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz (35) „Global Strategist“ bei „Thiel Capital“, einem US-Unternehmen in Kalifornien. Den Sprung nach Amerika bezeichnete FPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Hafenecker als den Versuch eines „Houdini-Tricks“ – Kurz könnte sich so nämlich der Justiz und dem U-Ausschuss entziehen.
Harry Houdini war ein US-amerikanischer Entfesselungs- und Zauberkünstler ungarischer Herkunft. Ein „Houdini-Trick“, wie von Hafenecker bezeichnet, gleicht also einem Zaubertrick.
Beratungsleistungen in Corona-Krise angedient
Hafenecker sagte Donnerstag in einer Pressekonferenz:

Ich rechne damit, dass Kurz seinen Wohnsitz in Österreich aufgeben und sich damit dem Untersuchungsausschuss entziehen wird. Auch für die Justiz wird es dadurch schwieriger, ihn zu laden und zu befragen.

Dass Kurz nun im direkten Umfeld des Gründers der Firma „Palantir“ aufschlage, sei ebenfalls noch zu untersuchen. Immerhin habe ein mit „Big Data“ befasstes Palantir-Tochterunternehmen den Regierungen seine Beratungsleistungen im Zuge der Corona-Krise angedient. Hier werde man natürlich nachschauen, ob es unter Kurz bereits Vorleistungen gegeben habe, die für Kurz’ neuen Arbeitgeber gute Argumente für dessen Einstellung gewesen seien, kündigte der FPÖ-Fraktionsführer im „ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss“ an.
Kennenlernen bei Münchner Sicherheitskonferenz
In der Gratiszeitung Heute wurde berichtet, dass Sebastian Kurz den Milliardär mit deutschen Wurzeln seit vielen Jahren kenne. Ein gemeinsames Foto mit Peter Thiel entstand 2017 bei der Münchner Sicherheitskonferenz, das Kurz auf „Twitter“ veröffentlichte und dazu schrieb:

Großartig, Dich kennengelernt zu haben. Danke für die Möglichkeit.

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Jahresgage höher als jene des Bundeskanzlers
Diese Bekanntschaft zu der Zeit, als Sebastian Kurz noch Außenminister war, sollte sich nach seinem Polit-Aus auszahlen. Die Jahresgage soll – nach Spekulationen von Heute – deutlich über jenen 312.000 Euro liegen, die Kurz brutto als Kanzler kassierte. Gegenüber Heute soll Kurz auch gesagt haben, er beabsichtige in Europa das eine oder andere Aufsichtsratsmandat anzunehmen.
Kurz-Boss heiratete Finanzexperten
Der neue Boss von Kurz, Peter Thiel (54), kam in Frankfurt in Deutschland zur Welt und ist überzeugter Republikaner. Seit 2017 ist Thiel mit dem Finanzexperten Matt Danzeisen verheiratet. Die Hochzeitszeremonie fand in Wien statt. Der US-Investor gründete auch die Datenanalysefirma Palantir Technologies mit. Mit ihrer Überwachungssoftware unterstützt Palantir Regierungen, unter anderem auch jene in Washington, bei Geheimdiensttätigkeiten und Terrorbekämpfung.

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