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Wo IB-Chef Martin Sellner ist, gilt eine Veranstaltung schnell als „rechtsextrem“. Somit auch das „Lichtermeer“ am Sonntag?

20. Dezember 2021 / 17:45 Uhr

Sellner und Küssel bei „Lichtermeer“: War die Demo nun rechtsextrem?

Das „Lichtermeer“ am Sonntag war offiziell eine Kundgebung zum Andenken an die rund 13.000 Menschen, die an oder mit Corona verstorben sind. Zur Demonstration haben zahlreiche etablierten Medien und die Regierung aufgerufen. Es wurden jedoch führende „Rechtsextreme“ bei der Demo gesichtet. Ist sie nun dadurch auch rechtsextrem?
Sellner solidarisierte sich
Wie die Kronen Zeitung berichtet, wurde unter anderem Martin Sellner auf der Demonstration gesichtet. Der Begründer und Chef der Identitären Bewegung teilte ein Video, in dem er gemeinsam mit einem „Die Österreicher“-Vertreter offiziell von der Demo berichtet. Sie solidarisieren sich mit dem Anlass der Veranstaltung:

Offiziell ist diese Aktion ein Gedenken der Menschen, die laut offiziellen Statistiken an Corona gestorben sind, plus ein Akt der Solidarität mit den Pflegekräften.

Auch Küssel nahm teil
Wie die Kronen Zeitung weiters berichtet, wurde auch Gottfried Küssel bei dem „Lichtermeer“gesichtet. Er soll friedlich eine Kerze während des Akts angezündet und hochgehalten haben, womit er eindeutig ebenfalls seine Solidarität mit der Veranstaltung zeigte. Der Chef der nicht mehr existierenden „volkstreuen außerparlamentarischen Opposition“ gilt symbolisch als Feind und rechtsextremer Anführer in der Republik.
Nach Lichtermeer großes Schweigen
Nun muss die Frage erlaubt sein, ob das „Lichtermeer“ daraus resultierend eine rechtsextreme Demonstration war. Denn die Anti-Regierungsdemonstrationen wurden von der Regierung über die Medien bis hin zu linksliberalen Aktivisten stets als rechtsextrem tituliert, nur weil die genannten Personen dort auch teilgenommen hatten. So titelte zum Beispiel die Kleine Zeitung, nur um eines von unzähligen Beispielen zu nennen: „Mit Rechtsextremen gegen Corona-Maßnahmen“. Davon ist nach dem „Lichtermeer“ jedoch nirgends etwas zu lesen.
Wie unzensuriert berichtete, waren beim „Lichtermeer“ deutlich weniger Teilnehmer anwesend als auf den letzten Corona-Demonstrationen.

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