Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Für die LPD Wien gibt es, wie für die Regierung, offensichtlich „gute“ und „schlechte“ Demos. Anlässlich der „Lichtermeer“-Demo am Sonntag machte man kein Hehl aus der Parteiigkeit.

20. Dezember 2021 / 14:33 Uhr

Plötzlich parteiisch? Wiener Polizei bejubelt „Lichtermeer-Demo“, samt plötzlich möglichen Luftaufnahmen

Die Landespolizeidirektion Wien (LPD Wien) muss sich nach dem von allen Mainstream-Medien und der Regierung massiv beworbenen „Lichtermeer-Demo“ gestern, Sonntag, die Frage gefallen lassen, ob sie plötzlich parteiisch agiert und ihre Neutralität gegenüber politischen Veranstaltungen verloren hat. Anlass dafür ist ein regelrechtes Jubel-Posting der Medien-Abteilung der LPD Wien anlässlich des „Marsches der Vernünftigen“.
Polizei bedankt sich für „stimmungsvolle Atmosphäre“
Nicht nur Staatskünstler, Politiker und soziale Verbände und Einrichtungen machten gehörig Werbung für die „genehme, regierungstreue“ Demonstration. Auch die Polizei ließ sich zu einer solchen quasi hinreißen. Auf „Twitter“ postete die LPD Wien folgenden Text zu einer Luftaufnahme des Lichtermarsches (inklusive nicht rechtschreib-konformem „Gendersternchen“):

Heute haben wir ein besonderes Bild für Euch. Unsere Kolleg*innen der Flugpolizei haben es sich im Zuge der Überwachung nicht nehmen lassen, die Lichterkette der #yeswecare Versammlung bildlich festzuhalten. Danke für diese stimmungsvolle Atmosphäre!

Plötzlich Luftaufnahmen von Demos
Was neben der Jubel-Meldung ebenso verwundert, ist die Tatsache, dass es nun offensichtlich Luftaufnahmen der Demonstrationen am Wiener Ring (gleich zwei) gibt. Seit Beginn der Anti-Regierungs- und Corona-Maßnahmen-Proteste durch das Volk veröffentlichte die LPD Wien keine einzige Bildaufnahme (!) von einem ihrer Polizeihubschrauber.

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Und das dürfte seine Gründe haben, denn dort marschieren fast wöchentlich wesentlich mehr Menschen auf der Straße. Szene-Kennern zufolge soll es der Polizei strikt untersagt worden sein, Luftaufnahmen der Corona-Proteste zu veröffentlichen. Diese Bilder will man eben nicht in den Medien haben. Ganz anders nun beim „Lichtermeer der Vernünftigen“.
Vermutlich getürkte Teilnehmerzahlen
Sieht man sich die veröffentlichte Teilnehmerzahl des „Lichtermeeres“ an, kommt man ebenfalls ins Zweifeln. Angeblich 30.000 Menschen sollen sich daran beteiligt haben – vom Parlament bis zur Oper. Bei den Corona-Protesten der letzten Wochen waren es laut Medien und Polizei kaum mehr (40.000), dabei war der Wiener Ring in diesen Fällen mindestens einmal komplett umschlossen mit Demonstranten. Auf den ganzen 5,2 Kilometern sollen somit nicht mehr als 40.000 Menschen marschiert sein, während auf der Strecke zwischen Parlament und Oper 30.000 Menschen unterwegs waren, trotz angeblich eingehaltener Mindestabstände.
Doch auch das dürfte nur die übliche Propaganda mit getürkten Zahlen sein. Schon bei der Groß-Demonstration Ende November berichteten Teilnehmer von Gesprächen und abgehörten Funksprüchen der Polizei, wonach um die 350.000 Menschen in Wien gegen die Corona-Maßnahmen protestiert hätten.

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